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8 Tipps zu mehr Selbstdisziplin beim Sport

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Es gibt Menschen, die stehen regelmäßig morgens um 5 Uhr auf, um vor der Arbeit noch Sport zu treiben. Sie ernähren sich gesund, rauchen und trinken nicht… Ich rede hier bestimmt nicht von mir, aber auch mir ist klar, dass es ohne Selbstdisziplin keinen Blumentopf zu gewinnen gibt. Wer beim Sport oder generell im Leben etwas erreichen will, braucht Disziplin.

Wikipedia umschreibt den Begriff Selbstdisziplin übrigens mit folgenden Worten:

Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung bezeichnet ein stetiges und eigenkontrolliertes Verhalten, das einen Zustand aufrechterhält oder herbeiführt, indem es Anstrengungen aufwendet, die den Ablenkungen von einer Zielvorgabe entgegenwirken.

Oder einfach ausgedrückt, Disziplin heißt Zähne zusammenbeißen und den inneren Schweinehund überwinden.

Das Schöne daran ist, Disziplin ist nicht angeboren, d.h. dass wirklich jeder daran arbeiten kann. Kurz gesagt, wir trainieren beim Sport nicht nur unseren Körper sondern auch die Disziplin, also unser Gehirn. Disziplin und mit ihr der Erfolg entsteht allerdings nicht von heute auf morgen. Der Weg dorthin ist oft schweißtreibend und manch einer vergießt sogar Tränen, bis es erste Erfolge zu sehen gibt.

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Dennoch ist kaum einer von uns ganz undiszipliniert. Die meisten gehen entweder jeden Morgen zur Arbeit oder zur Schule, duschen regelmäßig, räumen ab und zu auf etc. Auch dafür braucht man Disziplin. Und warum tun wir diese Dinge? Entweder weil wir sie gewohnt sind, weil sie notwendig sind oder weil sie vielleicht sogar Spaß machen.

Warum klappt das mit der Disziplin beim Sport nicht so richtig?

Am allerbesten wäre es, wenn Sport treiben Spaß macht, dann kostet es keine Überwindung. Das wird anfangs vermutlich nicht der Fall sein, dafür sorgt spätestens der Muskelkater am nächsten Tag. Außerdem würden wir uns bereits regelmäßig sportlich betätigen, wenn wir Spaß dabei hätten. Oft finden wir aber 1000 Ausreden, warum das heute mit dem Sport mal wieder nichts wird, schließlich haben wir andere viel wichtigere Verpflichtungen. Letztendlich ist es aber nur eine Frage der Organisation und der Prioritäten. Hierzu sage ich nur:

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

Zur Notwendigkeit wird Sport dann, wenn wir z.B. Abnehmen wollen. Dann haben wir ein klar definiertes Ziel vor Augen. Wenn Sport schließlich zur Gewohnheit wird und letzten Endes auch noch Spaß macht, dann haben wir gewonnen. Bis dahin braucht man allerdings einiges an Willenskraft, denn ohne Willenskraft keine Ausdauer und ohne Ausdauer erreichen wir unsere Ziele nicht. Ausdauer bedeutet auch dann durchzuhalten, wenn es mal nicht läuft.

Und warum erreichen wir so oft unsere Ziele nicht?

Ich denke, dass wir einfach zu ungeduldig sind. Wir wollen zu viel auf einmal und haben es uns deutlich einfacher vorgestellt. Vielleicht sieht man zu Beginn noch ziemlich schnell Fortschritte, gerade wenn man Sport im Zusammenhang mit Abnehmen betreibt. In der ersten Zeit sehen wir wie die Kilos purzeln, bis es irgendwann vorübergehend stagniert. Und genau an dieser Stelle geben zu viele bereits wieder auf.

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Ein weiterer Grund, warum wir nicht mehr so fokussiert auf ein sportliches Ziel hinarbeiten, sind die unzähligen Unterhaltungsmöglichkeiten heutzutage. Es steht beispielsweise der Vereinssport nicht mehr so hoch im Kurs wie früher. Warum soll ich raus auf den Fußballplatz noch dazu bei nasskaltem Wetter, wenn ich zu Hause gemütlich auf der Couch mit der Playstation Fifa spielen kann? Und im Übrigen kann man mit Zocken mittlerweile auch schon ganz schön Geld verdienen.

Zudem hat die heutige Generation die schlechte Angewohnheit auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu wollen. Man fängt an mit Fußball spielen, nach einem halben Jahr möchte man dann lieber mal Tennis ausprobieren und geht nur noch sporadisch zum Kicken. Plötzlich gehen die Kumpels alle zum Bouldern, das möchte man natürlich nicht versäumen. In dem eben genannten Beispiel betätigt man sich zwar sportlich und sogar vielseitig, was grundsätzlich gut ist, nichtsdestotrotz ist man nirgends mit der notwendigen Leidenschaft bei der Sache. So werden sich keine sportlichen Erfolge einstellen, es sei denn man ist von Natur aus eine Sportskanone. Ansonsten lässt sich mangelndes Talent eben nur durch Disziplin ausgleichen.

Übrigens liefert eine gesunde Ernährung zur richtigen Tageszeit keinen unerheblichen Beitrag für den sportlichen Erfolg. Dazu gehört auch, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, aber das ist ein ganz anderes Thema (siehe Was ist „gesunde“ Ernährung?).

Wie bekomme ich eine bessere Selbstdisziplin?

Wie ich anfangs bereits erwähnte, lässt sich Selbstdisziplin trainieren. Dabei sollte man die nachfolgenden Punkte beachten und es werden sich über kurz oder lang mit Sicherheit erste Erfolge einstellen.

  1. Wir brauchen ein klar definiertes Ziel. Etwas das wir unbedingt erreichen wollen und das wir für uns machen und nicht weil es uns jemand aufdrängt, wie z.B. die Eltern. Denn nur so entwickeln wir eine positive Einstellung zu dem, was wir tun und wir haben einen inneren Antrieb. Wir müssen stets den Fokus auf dieses Ziel legen und uns immer wieder vor Augen führen, warum wir etwas machen. Denn die Veränderung beginnt bereits im Kopf.
  2. Wir müssen uns klar machen, dass wir allein die Verantwortung über unser Handeln übernehmen, wir es also selbst in der Hand haben, ob wir erfolgreich sind oder nicht.
  3. Was wir auf keinen Fall tun sollten, gleich am Anfang die Ziele zu hoch stecken. Denn somit ist Scheitern vorprogrammiert. Wenn ich mit Joggen anfangen möchte, nehme ich mir nicht gleich die Marathondistanz vor. Also kleine Brötchen backen! Für viele ist es schon ein Fortschritt, überhaupt die Turnschuhe zu schnüren und vor die Tür zu gehen. Trotzdem ist es wichtig, sich ein realistisches Ziel zu stecken und sich stets bewusst zu machen, warum ich etwas tue, z.B. weil ich Abnehmen möchte.
  4. Außerdem muss man für sich selbst einen geeigneten Tageszeitpunkt finden – die persönliche „Hoch-Zeit“ – an welcher man sich besonders energiegeladen fühlt und welche man mit einer gewissen Regelmäßigkeit einhalten kann. Das sollte jeder für sich individuell entscheiden bzw. durch ausprobieren herausfinden.
  5. Durch die Regelmäßigkeit wird es irgendwann zur Gewohnheit und fällt uns spätestens dann leichter. Aber auch hier ist Bescheidenheit gefragt. Setzt man sich die Intervalle zu kurz, weil man in kürzester Zeit größtmöglichen Erfolg sehen möchte, so wird der Schuss nach hinten losgehen. Gleich zu Beginn das Ziel zu haben, täglich Sport zu treiben, wird ziemlich schnell zur Belastung und man gibt höchstwahrscheinlich auf.
  6. Am einfachsten ist es, sich dem Gruppenzwang zu unterwerfen oder sich einen Verbündeten zu suchen. Damit meine ich, man verabredet sich mit anderen Gleichgesinnten zum Sport. Dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass tatsächlich etwas getan wird. Zudem macht Sport in der Gruppe meistens mehr Spaß als alleine, man kann sich gegenseitig pushen und sich dabei noch den neuesten Klatsch erzählen.
  7. War man fleißig und hat das gesteckte Etappenziel erreicht, so sollte man sich hin und wieder belohnen. Am besten bei einer Shoppingtour neue Sportklamotten kaufen, so dass wieder neue Motivation für die nächste Etappe vorhanden sind. Es ist auch wichtig, Pausen im Trainingsrhythmus einzulegen, nicht gleich übertreiben und nicht überehrgeizig sein. Aber das hatten wir ja schon, Stichwort „vernünftige realistische Ziele stecken“.
  8. Und immer daran denken, bei all der Motivation und dem Ehrgeiz, den man zu Beginn hat: Kein Mensch ist perfekt, dass heißt jeder darf auch ausnahmsweise mal faul und nachlässig sein, wenn es einem z.B. nicht so gut geht. Aber das muss eine Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden!

Ich hoffe, ihr hattet genügend Disziplin, um meinen doch etwas länger gewordenen Artikel zu Ende zu lesen! 😊 Wie steht es denn mit eurer Selbstdisziplin, seid ihr stärker als euer innerer Schweinehund?

Denn wenn ihr faul sein wollt, solltet ihr wissen:

Das blöde am faul sein ist, du weißt nie, wann du fertig bist.

Snoopy

Noch mehr Infos und Tipps zum Thema Selbstdisziplin gibt es übrigens auf folgenden beiden Webseiten:

https://www.ausdauerblog.de und https://www.selbstbewusstsein-staerken.net

 

9 Gedanken zu „8 Tipps zu mehr Selbstdisziplin beim Sport“

  1. Ich mag das Wort Selbstdisziplin nicht. Ich ziehe es vor, von dem Einüben einer Tugend zu reden. Zum Beispiel dem Maßhalten.

    Trotzdem ein sehr interessanter Artikel!

    Liebe Grüße
    Marion
    (Ehemaks Wechselweib – jetzt unter „Panta rhei“ auf „Dennallesfliesst.home.blog“, zu finden mit der wordpress Suche unter „Websites“)

    Gefällt 1 Person

    1. Im Prinzip ist es ja egal, wie man es nennt, Hauptsache man bekommt es in den Griff und rafft sich auf 🙂
      Dann werde ich jetzt gleich mal nach deiner neuen Webseite suchen. Bin gespannt!
      LG Kerstin

      Gefällt 1 Person

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