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5 Schritte zu deiner ganz persönlichen Jahresplanung

Wie im letzten Beitrag versprochen, erzähle ich euch heute, wie die einzelnen Schritte meiner persönlichen Jahresplanung aussehen. Ihr wollt doch sicher auch, dass 2020 euer Jahr wird? Also holt eure Stifte raus und los geht’s!

Schritt 1: Jahresrückblick

Bevor man etwas planen kann, muss man zuerst wissen, was man planen soll. Damit ich weiß, wie meine Ziele für das neue Jahr aussehen, lasse ich das alte Jahr noch einmal Revue passieren. Schließlich wollen wir uns steigern und das alte Jahr toppen und dazu müssen wir folgende Fragen beantworten:

  • Was hat im letzten Jahr gut geklappt und was nicht?
  • Und warum haben die Dinge geklappt bzw. nicht geklappt?
  • Was hätte ich im Nachhinein anders gemacht?

Nur durch Reflexion des vergangenen Jahres sind wir in der Lage, aus unseren Fehlern zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Genauso profitieren wir langfristig von unseren Erfolgen und den Herausforderungen, die wir gemeistert haben, wenn wir uns klar werden, was uns den Erfolg beschert hat.

Um mal ein Beispiel zu nennen, was bei mir 2019 nicht so gut war: die Gartenpflege! Ich hatte keinen konkreten Plan, wann ich welches Projekt angehen will, war aber mit dem Zustand insbesondere meines Vorgartens und des Gemüsebeets absolut unzufrieden. Am Ende habe ich beides über den Sommer hinweg verwildern lassen. Also werde ich mir in 2020 ein festes Zeitfenster von mehreren Urlaubstagen einräumen und mir vorher ganz genau überlegen, was ich anpflanzen will und wie es hinterher aussehen soll. Diese Überlegungen werde ich bereits jetzt schon anstellen, da Pflanzen zu einer ganz bestimmten Jahreszeit gepflanzt werden sollen und die habe ich in 2019 aufgrund meiner miserablen Planung verpasst. 😦

Prinzipiell sind die oben genannten Fragen für alle Lebensbereiche (Beruf, Finanzen, Beziehungen zu Familie und Freunden, Gesundheit, Sport, Hobbies, u. a.) zu beantworten. Denn diejenigen unter euch, die meinen Blog schon länger verfolgen, wissen, dass all diese Lebensbereiche auf unsere Work-Life-Balance Einfluss nehmen, da sie die Säulen für ein zufriedenes und glückliches Leben bilden.

Schritt 2: Selbstreflexion

Jetzt haben wir zwar eine Bewertung des vergangenen Jahres vorgenommen, wissen aber immer noch nicht genau, was wir vom neuen Jahr erwarten. Im Prinzip sind diese Erwartungen ganz eng an die Wünsche und Ziele unseres Lebens im Allgemeinen geknüpft. Deshalb müssen wir uns hierfür über folgende Fragen klar werden:

  • Was ist mir wirklich wichtig im Leben?
  • Was will ich erreichen?
  • Was bereitet mir Freude?
  • Warum tue ich, was ich tue?
  • Und schließlich: was hat mir im letzten Jahr gefehlt?

Wie beim Jahresrückblick sollte auch die Selbstreflexion alle Lebensbereiche umfassen.

Schritt 3: Ziele definieren

Da wir nun wissen, was wir vom Leben bzw. von 2020 erwarten, ist es an der Zeit, konkrete Ziele zu definieren. Hierzu sollten wir zuerst alle möglichen Einfälle sammeln, die uns in den Sinn kommen und unbedingt schriftlich festhalten.

Bei der Definition eines Ziels, solltet ihr diese 5 Kriterien beherzigen:

  1. Das Ziel muss eindeutig definiert sein. (z. B. ich möchte abnehmen)
  2. Das Ziel muss irgendwie messbar sein. (z. B. ich möchte 10 kg abnehmen)
  3. Das Ziel muss konkrete Handlungen beinhalten. (z. B. ich gehe 2x pro Woche joggen)
  4. Das Ziel muss realistisch sein. (als Laufanfänger mit 10 km zu beginnen ist z. B. unrealistisch)
  5. Das Ziel muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht sein. (z. B. bis zum Sommerurlaub im Juli)

Der Mensch arbeitet immer für ein Ziel. Wer jedoch keine eigenen Ziele hat, arbeitet für die von Anderen.

(Brian Tracy)

black and white dartboard

Schritt 4: Priorisierung der Ziele

Sehr wahrscheinlich hattet ihr eine Vielzahl toller Einfälle und Ziele für das nächste Jahr. Mir geht es jedenfalls so. Ich bin immer voller Tatendrang, wenn der Jahreswechsel bevorsteht. Euch ist sicherlich klar, dass nicht alle Ziele erreicht werden können, wir wollen uns ja nicht gleich überfordern. Daher müssen diese Ziele priorisiert und reduziert werden. Dies geschieht durch die Beantwortung der nachstehenden Fragen:

  • Gibt es Ziele, die nicht mit meinen Werten übereinstimmen? (z. B. eine Kreuzfahrt unternehmen, wenn man sich gleichzeitig zum Ziel gesetzt hat, mehr für den Klimaschutz zu tun)
  • Welche dieser Ziele erzeugen besondere Begeisterung bei mir? (z. B. einen Podcast starten, also wird man alle dafür notwendigen Ressourcen wie Zeit und Equipment aufwenden, um das in die Tat umzusetzen)
  • Welche Ziele/Themen haben mich in den letzten 12 Monaten immer wieder beschäftigt? (z. B. dass man sich nie Zeit genommen hat, um Sport zu treiben)
  • Was sind sonst meine wichtigsten Ziele? (z. B. eine berufliche Beförderung innerhalb des Unternehmens anstreben)

Nach Beantwortung dieser Fragen konntet ihr einige der Ziele eventuell streichen und andere sind bei der Priorisierung nach unten gerutscht, so dass wir uns nun auf maximal 10 Ziele konzentrieren. Das sind die Ziele, die für uns im kommenden Jahr aufgrund der vorangegangenen Schritte die größte Bedeutung haben. Wichtig bei der Auswahl und Anzahl der Ziele ist, dass sie realistisch sind und wir uns damit nicht überfordern und dass dabei alle Lebensbereiche berücksichtigt wurden.

Schritt 5: Aus Zielen werden Aufgaben

Damit wir diese Ziele im kommenden Jahr umsetzen können, müssen wir diese als Aufgaben umformulieren und in einen Planer, Jahreskalender oder in ein Bullet Journal eintragen (mehr zur Auswahl des richtigen Planungswerkzeugs nachzulesen unter: Wie organisiere ich mich am besten?). Ich bin der Überzeugung, dass eine gute Jahresplanung ganz entscheidend dazu beiträgt, wie gut oder erfolgreich das neue Jahr wird. Wie wichtig Planung ist, konntet ihr ja in meinem letzten Beitrag Warum Planung so wichtig ist lesen.

Die Aufgabenformulierungen bzw. die Planung werden in den ersten Monaten des neuen Jahres verständlicherweise etwas präziser sein als im Monat November und Dezember. Im Laufe des Jahres werden dann die Folgemonate immer wieder angepasst und konkretisiert.

Mit der Formulierung der Aufgaben habt ihr die Jahresplanung abgeschlossen. Glückwunsch! Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Umsetzung der Aufgaben und dem Erreichen eurer Ziele. Sollte zwischenzeitlich die Motivation nachlassen, dann möchte ich euch folgendes Zitat mit auf den Weg geben:

People lose their way, when they lose their WHY.

(Gail Hyatt)

Ihr müsst euch also immer wieder vor Augen halten, warum das Ziel wichtig für euch ist bzw. was es für euch bedeutet, wenn ihr das Ziel nicht erreichen solltet.

Weitere inspirierende Ideen bzw. Webseiten zur Jahresplanung findet ihr hier:

https://www.selbst-management.biz

https://ideenhelden.com

https://ubermind.de

Mich würde jetzt noch interessieren, welche Ziele ihr euch für 2020 gesteckt habt!? Mein primäres Ziel ist es, wieder richtig fit zu werden und außerdem möchte ich euch weiterhin mit vielen spannenden Themen auf LiWoBa erfreuen. 🙂

close up of two flute glasses filled with sparkling wine wuth ribbons and christmas decor

 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen fantastischen Start ins neue Jahrzehnt!

 

 

 

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