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Warum Planung so wichtig ist

Wieder geht ein Jahr zu Ende und wir warten alle schon ganz gespannt darauf, was das neue Jahr bringen wird. Aber nur darauf warten und das Beste zu hoffen, ist wohl nicht der optimale Weg, ein neues Jahr zu beginnen. Wir sollten uns schon ein paar Gedanken darüber machen, was wir von dem neuen Jahr erwarten. Denn der Mensch braucht Ziele, Pläne und Aufgaben. Einfach so in den Tag hineinleben erfüllt mich jedenfalls nicht. Ohne Ziele wüsste ich zudem nicht, in welche Richtung ich mich weiterentwickeln sollte. Ohne konkrete Planung fängt man irgendwie alles an, worauf man gerade Lust hat und lässt es meist schnell wieder links liegen, sobald die Lust etwas nachlässt. Und was hat man am Ende erreicht? Nichts! Und man hat auch nichts, worauf man stolz sein kann. Deshalb stecke ich mir Ziele, mache Pläne, wie ich diese Ziele erreichen kann und die Pläne werden in kleinen Aufgaben Stück für Stück umgesetzt.

20191226_1045186917028455226422013.jpgEs gibt unterschiedlich große Ziele oder gar Visionen, die man haben kann. Dazu möchte ich mal zwei Beispiele aus meinem Leben herausgreifen, zuerst vielleicht das kleine, ganz aktuelle Ziel. Nachdem ich jetzt über 9 Wochen aufgrund meiner Verletzung quasi zur Untätigkeit verdonnert war und zu Hause das Chaos ausgebrochen ist und alles total dreckig ist, habe ich mir zum Ziel gesetzt, dass bis zu meinem Urlaubsende alles wieder tipptopp ist. Also gibt es jeden Tag ein paar kleine Aufgaben für mich zu erledigen. Heute war bspw. das Bad und Gäste-WC dran. Das tut mir nicht weh, ich habe trotzdem noch genügend Freizeit und es fühlt sich gut an. Einerseits weil bald wieder alles sauber ist und andererseits, weil man etwas geschafft hat. Diese Aufgaben sind übrigens bei mir im Kalender eingetragen und werden abgehakt, sonst funktioniert das nicht. Dann siegt wieder die Aufschieberitis. Das zweite Beispiel, ein viel größeres Ziel, war der Hausbau 2015. Ich wollte das Haus unbedingt, ich hatte einen Zeitplan und eine riesige To-do-Liste. Die Schwierigkeit beim Hausbau war, dass die Aufgaben auf der To-do-Liste voneinander abhängig waren. Es war also ganz wichtig, diese in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Spätestens bei diesem Beispiel werdet ihr mir recht geben, dass eine gute Planung hier unabdingbar ist.

Wikipedia umschreibt „Planung“ übrigens mit folgenden Worten:

Die Planung beschreibt die menschliche Fähigkeit oder Tätigkeit zur gedanklichen Vorwegnahme von Handlungsschritten, die zur Erreichung eines Zieles notwendig scheinen.

Definition der eigenen Ziele und Aufgaben

Bisher können wir somit festhalten: es gibt unterschiedlich große Ziele, die einen unterschiedlich großen Planungs- und Organisationsaufwand haben. Deshalb sollte man sich für das neue Jahr zuallererst überlegen, wo will ich Ende des Jahres stehen, was will ich bis dahin erreicht haben? Neben den beruflichen Zielen, betrifft das natürlich auch private Ziele, wie zum Beispiel die Familienplanung oder die Planung von Freizeitaktivitäten. Vielleicht möchte man eine neue Sprache lernen, sucht eine neue sportliche Herausforderung, uvm. Möglicherweise hat man vor, eine außergewöhnliche Reise zu machen so wie ich dieses Jahr. Ein Vorteil einer frühzeitigen Reiseplanung ist, dass man viel Geld sparen kann und keine bösen Überraschungen erlebt, wenn man sich bspw. zu spät um notwendige Impfungen kümmert. Ich spreche aus Erfahrung. 😉

Hat man die Jahresplanung abgeschlossen, muss man sich überlegen, was daraus für Aufgaben entstehen und in welchem Quartal oder Monat diese Aufgaben zu erledigen sind. Man wird also konkreter und bewegt sich auf kürzen Zeitabschnitten. Sind diese Aufgaben auf das Jahr verteilt, so nimmt man sich den Januar vor und schaut, was dort alles ansteht. Bei mir müssen im Januar immer alle möglichen Versicherungsbeiträge beglichen werden. Es wäre somit gut, wenn das Konto zu Jahresbeginn zumindest ein paar Euro aufweist. Das fällt dann in die Kategorie finanzielle Jahresplanung. Jedenfalls lassen sich Ziele und Aufgaben soweit herunterbrechen, bis man schließlich bei der Tagesplanung angelangt ist. Man sollte es auch nicht übertreiben und alle 5 Minuten verplanen. Aber so eine grobe Übersicht, wie der Tag aussehen soll, hilft mir persönlich schon, sowohl beruflich als auch privat.

Es ist bei der Planung zu unterscheiden, welche Aufgaben unbedingt an einem bestimmten Tag oder bis zu einem bestimmten Datum erledigt sein müssen und welche innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgehakt sein sollten. Überweisungen für die Müllgebühr oder Grundsteuer haben bspw. eine Deadline, die bei mir fett im Kalender markiert ist. Dann gibt es Tätigkeiten wie z.B. die Autowäsche, für die ich keinen Fixtermin habe. Taucht die Autowäsche allerdings nirgends bei meinen Planungen auf, so kann ich nur hoffen, dass es der Regen sauberspült. 😉 Putzen und Wochenendeinkauf sind bei mir Serientermine und werden normalerweise immer am gleichen Wochentag zur etwa selben Uhrzeit erledigt. Nichtsdestotrotz schadet es nicht, sich auch diese To-dos zu notieren. Hierfür wäre ein Wochenplan geeignet (siehe unter: Zeitmanagement – Wozu der ganze Stress?).

Das richtige Planungstool finden

Jetzt fragt ihr euch sicher, welcher Kalender für all die diversen Planungen am besten geeignet ist? Da kommt mir als allererstes das Bullet Journal in den Sinn, obwohl ich derzeit selbst keines verwende. Warum das so ist und wie ich mich bisher gemanagt habe, könnt ihr nachlesen unter: Wie organisiere ich mich am besten?

Da die meisten Kalender leider keine Möglichkeiten vorsehen, seine Ziele zu vermerken, sollte man sich diese vorab anderweitig notieren oder eben auf das Bullet Journal zurückgreifen. Termine und Aufgaben hingegen finden immer irgendwo in einem typischen Kalender ihren Platz. Ganz wichtig 😉 , vergesst nicht euren Urlaub einzutragen. Mein Jahreskalender mit Urlaubsplanung hängt im Büro ganz groß über meinem Bildschirm, damit ich die Tage bis zum nächsten Urlaub zählen und mich freuen kann, auch eine Art von Motivation. Aber ich mache meinen Job ja gerne. 😊 Wenn ihr euch mit der Jahresplanung ein bisschen schwertut und ihr zu viele oder zu wenige Ideen im Kopf habt oder alles noch etwas unsortiert und planlos erscheint, dann freut euch auf einen neuen Beitrag zum Thema Jahresplanung demnächst auf LiWoBa.

my secret plan to rule the world book

Und nun zum Abschluss noch eine kurze Zusammenfassung, warum Planung so wichtig ist:

  • nur so entwickelt man klare Vorstellungen, was man überhaupt will, was die eigenen Ziele sind
  • man kann seine Ziele konzentrierter verfolgen und widersteht eher so mancher Ablenkung
  • man kann somit seine Zeit deutlich effektiver nutzen
  • man entlastet das Gedächtnis, indem man Aufgaben und Termine notiert
  • man ist strukturierter, gelassener und zufriedener, wenn der Plan aufgeht

Wie steht ihr zum Thema Planung? Seid ihr so wie ich meist sehr gut durchstrukturiert oder geht es bei euch eher chaotisch und spontan zu?

Pläne sind schön. Monate gereift. Mehrfach überarbeitet. Am Ende perfekt. Bis sich die Realität einmischt.

5 Gedanken zu „Warum Planung so wichtig ist“

  1. Huhu
    Ich halte es ganz genau wie du. Ich organisiere mich mit meinem Kalender und der To-Do Liste auf dem Handy und wenn es um größere Projekte geht mit Trello. So hab ich alles im Blick und gerade wenn es um Reisen geht alle wichtigen Infos vorher abspeichern um sie dann bei bedarf zur Hand zu haben.
    Ich hab das planen mal eine Zeitlang schleifen lassen und das war das reine Chaos. 🙈
    Liebe Grüße von
    Andrea

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Andrea,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Zustimmung 😊. Aber siehst du, Trello kannte ich zum Beispiel noch gar nicht, wieder was gelernt 😅. Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und dass du deine Pläne für 2020 alle realisieren kannst.
      LG Kerstin

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    1. Liebe Miss Katherine,
      vielen Dank erstmal für dein Kompliment. 🙂
      Ich war eine zeitlang auch so ein richtiger Workaholic, es hat sich alles um den Job gedreht. Ich will nicht sagen, dass ich jetzt faul geworden bin, ich bin immer noch ein sehr pflichtbewusster Mensch. Nur wenn man feststellt, dass man selbst auf der Strecke bleibt, dann läuft was verkehrt.
      Ich denke, wenn der Tag, die Woche, der Monat usw. gut geplant sind, kann man viel mehr rausholen, also die Zeit effektiver nutzen. Aber sich ganz klar Grenzen setzen und sich Zeitfenster für Freizeit und Me-Time freihalten und diese natürlich unbedingt einhalten.
      Das ist ein Prozess, der bei mir auch nicht von heute auf morgen funktioniert hat bzw. der sich weiter verbessern lässt. 😉
      LG Kerstin

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