► SPORT & FITNESS

Was ist der Muscle Memory Effekt?

Die leidenschaftlichen Sportler und Fitnessfanatiker unter euch kennen ihn vielleicht und müssen jetzt nicht unbedingt weiterlesen. In einem Wort erklärt, ist der Muscle Memory Effekt nichts anderes als ein Muskelgedächtnis. Mir bleibt in meiner derzeitigen Phase nur, auf dieses Muskelgedächtnis zu vertrauen. Das würde bedeuten, ich brauche nach meiner langwierigen Verletzung nicht wieder bei Null anzufangen. Die Muskeln werden sich hoffentlich schneller aufbauen, als es bei einer komplett untrainierten Person der Fall wäre.

Ich bin zwar nicht der typische Kraftsportler, sondern betreibe durch den Fußball eine Mischung aus Kraft- und Ausdauersport. Trotzdem war ich vor meiner Sprunggelenks-Operation in einer physisch ziemlich guten Verfassung. Ohne offensichtliche Muskelberge zu besitzen, war ich meines Erachtens relativ gut austrainiert. Ich will mich jetzt nicht selbst loben und schon gar nicht den Eindruck erwecken, ich wäre eingebildet, aber ich habe dafür schließlich ziemlich viel investiert… und hoffentlich profitiere ich nach meiner Verletzungspause noch davon und zwar durch den sogenannten Muscle Memory Effekt.

Experten sagen, dass sich die Muskeln sogar Jahre später noch an die verlorene Bestform erinnern. Wenn ihr also mal eine längere Trainingspause einlegen musstet, aufgrund einer Verletzung, fehlender Zeit, mangelnder Motivation oder sonstigen Gründen, keine Angst! Ihr braucht für das Comeback nicht so lange wie beim ersten Mal, um wieder auf das gleiche Level zu kommen.

Das spezielle Erinnerungsvermögen, welches für den Muscle Memory Effekt sorgt, befindet sich an zwei verschiedenen Stellen im Körper:

  1. im Gehirn: dort ist das sogenannte „Bewegungslernen“ verankert, was nichts anderes heißt, als dass bei Bewegungen, die irgendwann erlernt und häufig ausgeführt wurden, die Nerven wissen wie die Muskeln angesteuert werden müssen. Die besten Beispiele dafür sind Radfahren, Schwimmen oder Skifahren, was man quasi nie verlernt.
  2. in den Muskeln: die Muskeln besitzen ein strukturelles Muskelgedächtnis, welches ich jetzt mal versuche, mit ganz einfachen Worten zu erklären. Das Muskelwachstum hängt von der Anzahl der Zellkerne ab, was heißt, wenn Muskeln wachsen, bildet der Körper weitere Zellkerne. Selbst wenn wir nicht mehr trainieren, bleiben diese Zellkerne erhalten. Auch wenn der Muskel längst abgebaut ist, können die Zellkerne wieder reaktiviert werden.

KlimmzügeDiese Fähigkeit die Zellkerne zu reaktivieren und zu nutzen, nimmt mit dem Alter allerdings ab. Sie hängt aber auch mit dem Lebensstil und der generellen Verfassung ab. Ein sportlicher Mensch profitiert daher länger davon als der Couch-Potatoe.

Da der Körper bereits nach 14 Tagen damit beginnt, ungenutzte Muskelmasse abzubauen, sollte man auch die Kalorienaufnahme, sprich die Ernährung an dieses Kaloriendefizit anpassen. Sonst sinkt die Muskelmasse aber die Kilos steigen umso mehr. 😉

Im April werde ich dann sehen, wie viel Zellkerne bei mir reaktiviert werden können und ob ich nochmal in die Verfassung vor meiner OP zurückkommen werde. Ich werde jedenfalls alles dafür tun.

Du hast erst verloren, wenn du aufhörst, es zu versuchen!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s