► Ernährung & Gesundheit

Wichtige Infos zu Blutdruck und Ruhepuls

Eigentlich wollte ich mir seit meinem letzten Beitrag nicht wieder so lange Zeit lassen… und es lag nicht daran, dass ich faul gewesen wäre… aber mein Notebook hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Leider hat es letzten Samstag beschlossen, dass es Windows nicht mehr starten möchte. Schließlich hat es bis gestern gedauert, alles wieder auf einen akzeptablen Zustand zu bringen. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich meine Programme, Daten und Mails entrümpelt. Es hatte also auch etwas Gutes.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema: „Blutdruck und Ruhepuls“. Bis vor kurzem waren das Worte und Werte, mit denen ich mich reichlich wenig beschäftigt habe. Ich wusste, wie eine Blutdruck- bzw. Pulsmessung durchgeführt wird, dass es Menschen in meinem Umfeld gibt, die unter Bluthochdruck leiden und dass Bluthochdruck und ein hoher Ruhepuls (Herzrasen) schlecht sind. Mehr wusste ich nicht, die gemessenen Werte konnte ich nicht einordnen. Ich habe mich voll und ganz auf meinen Arzt verlassen, wenn der sagte „Alles OK“, dann war für mich alles OK.

Vor meiner OP habe ich im September auf Anraten meines Hausarztes einen Gesundheitscheck machen lassen. Und plötzlich waren meine Werte nicht mehr OK, der Ruhepuls war viel zu niedrig. Es ist traurig, dass man sich erst dann mit so etwas wie dem Ruhepuls oder dem Blutdruck näher auseinandersetzt, wenn etwas nicht stimmt.

Deshalb habe ich mir gedacht, falls es unter euch noch den ein oder anderen ahnungslosen gibt, fasse ich die wichtigsten Fakten zum Thema Blutdruck und Ruhepuls auf LiWoBa kurz zusammen.

Blutdruck

Der Blutdruck gehört zu fast jeder Routineuntersuchung beim Arzt dazu. Bei den meisten Menschen ist er tendenziell eher zu hoch als zu niedrig. Allerdings muss bei der Blutdruckmessung immer die aktuelle Verfassung der Person mit einbezogen werden. Körperliche Aktivität oder Aufregung lassen die eigentlich normalen Blutdruckwerte gerne mal in die Höhe schießen. Prinzipiell lassen sich die Blutdruckwerte in folgende Kategorien einteilen:

  • Es gibt einen oberen (systolisch) und einen unteren (diastolisch) Wert für den Blutdruck, der idealerweise nicht höher als 120 (systolisch) und 80 (diastolisch) mmHg liegen sollte.
  • Ein Blutdruck von 140 / 90 mmHg gilt als grenzwertig.
  • Von einer Hypertonie (Bluthochdruck) spricht man bei Werten, die über 140 / 90 mmHg liegen, wobei es davon mehrere Stufen gibt (https://www.blutdruckdaten.de).
  • Eine Hypotonie (zu niedriger Blutdruck siehe unter https://www.netdoktor.de) tritt bei Werten kleiner 100 / 60 mmHg auf.

Ein anhaltender zu hoher Blutdruck kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen, da er im Laufe der Jahre das Herz, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße schädigt. Neben unvermeidlichen Erbanlagen begünstigen insbesondere zu wenig Bewegung, eine ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress den Bluthochdruck.

Daher lässt sich dem Bluthochdruck am besten entgegenwirken, wenn man folgendes beherzigt:

  • Normalgewicht halten bzw. anstreben
  • Alkoholgenuss mäßigen
  • auf Nikotin verzichten
  • gesund ernähren
  • Sport machen
  • öfter mal Entspannungspausen machen

Häufig reicht das nicht aus, dann sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

james-graham-bQ1Mu_DBfoQ-unsplash

Ruhepuls

Nun kommen wir zum Ruhepuls. Der Puls bzw. die Herzfrequenz beschreiben die Anzahl der gemessenen Schläge pro Minute. Befindet sich der Körper im Ruhezustand, spricht man vom Ruhepuls. Ich denke, soweit habe ich nicht viel Neues erzählt!? Je nachdem wie hoch der Puls/die Herzfrequenz ist, unterscheidet man zwischen:

  •       Bradykardie: niedrige Herzfrequenz (< 60 bpm, darunter leide ich)
  •       Normofrequenz: normale Herzfrequenz (60 – 70 bpm)
  •       Tachykardie: erhöhte Herzfrequenz (> 100 bpm)

Die Herzfrequenz ist von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht oder körperlicher Verfassung abhängig. Der Ruhepuls eines durchschnittlichen, gesunden Erwachsenen sollte zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minute liegen. Bei Senioren kann sich dieser bis auf 90 bpm erhöhen.

Ihr wollt jetzt nicht wissen, bei welchem Wert ich lag? Wenn ich so frage, wahrscheinlich doch. 😊 Bei mir wurde ein Ruhepuls von 40 Schlägen pro Minute gemessen. Selbst für einen Topathleten (50 bpm), die für gewöhnlich einen niedrigeren Ruhepuls haben, ist dieser Wert viel zu klein. Allerdings hatte ich bisher keine Symptome, die auf eine Bradykardie (https://www.ratgeber-herzinsuffizienz.de) hingedeutet hätten. Typische Symptome wären bspw. Schwindel, Kopfschmerzen, eingeschränkte Belastbarkeit oder Schlafstörungen. Zur Sicherheit hat mich mein Hausarzt zum Kardiologen geschickt. Nach verschiedenen Untersuchungen wurde die Bradykardie bei mir glücklicherweise als unkritisch eingestuft.

Im umgekehrten Fall, wenn die Herzfrequenz über den Richtwerten liegt, kann das ein Anzeichen für Stress oder generell einer schlechten körperlichen Verfassung sein. Mit Sport und einer gesunden Ernährung kann man positiven Einfluss darauf nehmen und den Herzmuskel trainieren. Eine dauerhaft hohe Herzfrequenz kann von einer Herzrhythmusstörung herrühren. Das wäre dann ein Fall für den Arzt. Wird diese nämlich nicht behandelt, erhöht sich dadurch das Schlaganfallrisiko.

Jetzt nochmal zusammengefasst: zum Arzt gehen sollte man also, wenn

  • das Herz weniger als 60 mal oder öfter als 100 mal pro Minute schlägt
  • wenn der Puls unregelmäßig ist
  • wenn Begleiterscheinungen wie Unwohlsein, Atemnot, Brustschmerzen, Schwindel usw. auftreten

Nehmt die Sache bitte ernst und lasst euch am besten gleich mal durchchecken!

Wenn es aus eurer Sicht noch weitere wichtige Infos oder persönliche Erfahrungen zu dem Thema gibt, lasst gerne einen Kommentar da!

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

(Arthur Schopenhauer)

 

2 Gedanken zu „Wichtige Infos zu Blutdruck und Ruhepuls“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s