► Selbstmanagement

11 Tipps, wie du dich neu motivieren kannst

Dass Verletzungen nicht nur körperliche Folgen haben, erfahre ich gerade am eigenen Leib. Denn die Psyche macht mir fast noch mehr zu schaffen. Mein ganzer Lebensrhythmus ist nach der OP durch meine Verletzung (Knorpelschaden) auf den Kopf gestellt. Dadurch, dass der Fuß eine ganze Weile nicht belastet werden darf, bin ich nicht in der Lage meinen Haushalt zu führen, einzukaufen, kann nicht arbeiten gehen und nicht mal einen ausgedehnten Spaziergang machen, da ich noch einige Wochen an Krücken gehen muss. Das hat dazu geführt, dass ich nach der Schockdiagnose anfänglich sehr unmotiviert war und in ein tiefes Loch gefallen bin. Vor allem weil die Heilungsdauer von 1 Jahr für mich wie eine Ewigkeit erscheint. Ein ganzes Jahr, indem ich nur sehr begrenzt Sport betreiben darf. Das macht mir am meisten zu schaffen.😔

Allmählich kann ich mich aber immer besser aufrappeln und beschäftige mich mit den Dingen, die ich noch tun kann, z.B. mich um meinen Blog kümmern. Zumindest ab und zu, denn das Bein muss die meiste Zeit hochgelegt werden. Doch diese ganze Situation hat mich schließlich zum Thema für diesen Blogbeitrag geführt: Motivation!

Eins muss auf alle Fälle klar sein, je länger man sich in Selbstmitleid suhlt, umso schwerer wird es, aus dem Tief wieder herauszukommen. Ich habe mir jetzt eine gute Woche gegönnt, das Ganze zu akzeptieren und ansatzweise zu verdauen. Aber jetzt sollte ich so langsam nach vorne blicken und das Beste aus den gegebenen Umständen machen. Nur dafür musste ich mich wieder neu motivieren, was anfangs echt schwer war bzw. weiterhin ist. Mit diesen Tipps hat es letztendlich geklappt. Diese Erfahrung möchte ich nun gerne an euch weitergeben. Denn es gibt sicherlich bei jedem Menschen immer wieder Situationen im Leben, in denen jegliche Motivation fehlt.

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  • Man muss sich zuerst klarmachen, dass man es nur selbst in der Hand hat, das Tief zu überwinden. Sieht man sich ausschließlich in der Opferrolle, wird man kaum neue Motivation finden.
  • Es hilft immer, aufzustehen und seinen Körper in Bewegung zu bringen, sofern das die Krankheit oder Verletzung zulässt. Durch die Bewegung befreit man sich ein Stück weit von der Trägheit.
  • Ganz wichtig ist die Interaktion mit anderen Menschen. Also bloß nicht in den eigenen vier Wänden verkriechen. Denn dauerhafte Einsamkeit hat negativen Einfluss auf die Gesundheit. Ist man selbst nicht in der Lage, Familie oder Freunde zu besuchen, dann sollte man zumindest hin und wieder den Telefonhörer in die Hand nehmen und sich darüber austauschen.
  • Man sollte auch keinesfalls zu stolz sein, Hilfe von anderen anzunehmen. Schon allein dadurch bleibt man in Kontakt zur Außenwelt. Außerdem ist das Umfeld froh, wenn es aktiv helfen kann. Schließlich hilft man anderen selbst gerne, wenn sie in ähnlichen hilfebedürftigen Situationen stecken.
  • Motivation kann man sich ansonsten bei positiven Erinnerungen holen. Man muss sich öfter mal bewusst machen, dass sich das Aufraffen und der Einsatz schon häufig gelohnt hat und deshalb auch in Zukunft lohnen wird.
  • Um negative Emotionen aus dem Weg zu räumen, sollte man sich einfach mal was Gutes tun, z.B. Online-Shopping. Das sorgt für ein besseres Lebensgefühl. Denn negative Emotionen sind Gift für die Motivation. Man muss versuchen, das Gute im Schlechten zu finden. Ich z.B. habe momentan sehr viel Zeit für mich selbst. Ich kann viel lesen, schreiben, chillen ohne schlechtes Gewissen haben zu müssen, den Haushalt oder sonstiges zu vernachlässigen.
  • Was ich zudem festgestellt habe, wenn ich in keinen Rhythmus komme, finde ich keine Motivation. Deshalb stehe ich morgens spätestens um 8 Uhr auf und plane täglich kleine Aufgaben ein, die ich trotz Handicap erledigen kann.
  • Was mich auf eine harte Probe stellt, mich in Geduld zu üben und nicht zu streng zu mir selbst zu sein. Ich habe die schlechte Angewohnheit immer gleich zu viel zu wollen. Wenn man seinem Körper zu viel abverlangt, ist die Gefahr von Rückschlägen nämlich viel größer.
  • Nichtsdestotrotz sollte man die Hoffnung nicht aufgeben, auch nicht nach Rückschlägen. Man sollte sich neue kleine Ziele stecken. Denn nur mit einem Ziel vor Augen lässt sich die Motivation aufrechterhalten.
  • Man sollte keinesfalls ständig nach dem WARUM fragen, da diese Frage sowieso niemals jemand beantworten kann. Man muss sich mit der neuen Situation arrangieren und sich nicht von der Frage nach dem WARUM – warum ich, warum jetzt, usw. – weiter runterziehen lassen.
  • Was mir immer hilft, mit vertrauten Personen über meine Gefühle, Sorgen und Ängste zu sprechen. Das macht es aus meiner Sicht leichter, mit der neuen Situation klarzukommen. Es ist bestimmt ebenso von Vorteil sich mit anderen Betroffenen via Internet und Social Media auszutauschen.

Ein Motivationstief muss nicht zwingend aus einer Verletzung oder Krankheit heraus entstehen, auch Schicksalsschläge und Enttäuschungen führen zu Lustlosigkeit und Motivationsverlust. Dafür gelten die Tipps natürlich genauso. Vielleicht habt ihr noch weitere Anregungen für mich?

Ich bin jedenfalls auf einem guten Weg und hoffe, dass ich vielleicht dem ein oder anderen unter euch wenigstens ein bisschen helfen konnte.

be happy signage

Du musst dich durch so manchen schlechten Tag kämpfen, um dir die besten Tage deines Lebens zu verdienen.

(Zig Ziglar)

Weitere Seiten für verschiedene Lebenssituationen mit Ratschlägen, wie man sich wieder neu motivieren kann, findet ihr hier:
https://www.beyourbest.de
https://open-mind-akademie.de
https://karrierebibel.de

Außerdem möchte ich an dieser Stelle all denen danken, die momentan mit Rat und vor allem Tat für mich da sind. Alleine würde ich das nicht schaffen. DANKE! 😘

2 Gedanken zu „11 Tipps, wie du dich neu motivieren kannst“

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