► Stories of my life

About me – Update

Was mit mir los ist und wie es weitergehen soll

Den heutigen Blogpost möchte ich dazu nutzen, etwas über meine derzeitige Situation zu berichten. Der ein oder andere hat sich vielleicht schon gewundert, dass es etwas ruhig um mich geworden ist, dass es weder eigene Blogbeiträge noch Likes oder Kommentare auf anderen Blogs von mir gab. Warum das so ist? Das hat gleich mehrere Gründe. Also wo fange ich mit meiner Erzählung an? Am besten chronologisch.

Nachdem ich am 12.10. aus meinem Traumurlaub (nachzulesen unter Mauritius – Paradies im Indischen Ozean und La Réunion – Trauminsel im Indischen Ozean) zurückgekehrt bin, standen einige Arzttermine zur Vorbereitung meiner Operation an. Aber ich musste mich nicht nur auf die OP vorbereiten, sondern auch alles für nach der OP vorausgeplant haben. Schließlich wohne ich alleine und bin dann die meiste Zeit auf mich allein gestellt. So musste ich z. B. für einen ausreichenden Lebensmittelvorrat sorgen, alles Mögliche waschen und putzen, da ich nach der OP erst einmal nicht in der Lage sein werde, mich ohne Krücken fortzubewegen. Zudem musste ich Dinge wie Reifenwechsel oder TÜV noch vor der OP abwickeln. Ihr seht, der Blog und meine Social Media Präsenz war zunächst an sich schon ein zeitliches Problem.

Seit 24.10. ist die OP vorüber und ihr denkt vielleicht, ja jetzt hätte sie doch jede Menge Zeit, wenn sie ohnehin nichts anderes machen kann. Das hatte ich ursprünglich auch gedacht. Aber wie so oft kam alles anders als gedacht oder geplant. Als ich am Donnerstagmorgen zur Klinik Sankt Elisabeth gefahren bin, bin ich davon ausgegangen, dass bei der OP folgender Eingriff erfolgt: eine Absplitterung im Sprungbein wird arthroskopisch entfernt, indem das Sprunggelenk gespült wird, dabei wird eine Zyste entfernt und der Knochen angebohrt, damit das Ödem verschwindet. Alles in allem hätte ich für 2 Wochen den Fuß nicht vollbelasten dürfen und hatte geplant und gehofft, noch in diesem Jahr mit leichtem Lauftraining zu beginnen. Also alles halb so wild.

Dann im Aufwachraum die böse Überraschung, unter der Zyste war kein Knorpel mehr, also mussten sie mir aus dem Schienbein Knochengewebe entnehmen und ins Sprunggelenk transplantieren. Zusammen mit der Einblutung soll dort irgendwann neuer Knorpel entstehen. Noch war mir nicht klar, was „irgendwann“ bedeutet. Nachmittags, als mich mein OP-Arzt nochmals besuchte, erhielt ich dann die Schocknachricht. Irgendwann bedeutet ein ganzes Jahr, das heißt ein verdammtes ganzes Jahr ohne Sport, ohne Fußball. Von da an herrschte bei mir Weltuntergangsstimmung. Ich fühlte mich, als würde mir alles genommen, was für mich das Leben lebenswert macht. Vor der OP war ich noch rundum zufrieden mit mir und meinem Leben und im nächsten Moment war mir nur noch zum Heulen zumute. Ich bin ehrlich, ich habe es bis heute noch nicht verdaut und wir haben mittlerweile den 2. November.

Die ersten Tage nach der OP war ich richtig lethargisch, ich hatte auf nichts Lust und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Als ich nach 3 Tagen das Krankenhaus verlassen durfte, wurde die Situation zu Hause etwas besser, zwar nur minimal besser, aber immerhin. Ich habe angefangen, ab und zu an meinen Blog zu denken. Aber ich wusste auch, wenn ich jetzt schreibe, wird nichts Vernünftiges entstehen. Im Kopf war ich nämlich immer noch nicht frei und bereit dazu. Dann verbrachte ich viele Stunden damit, ein Fotobuch mit Urlaubsbildern zu erstellen. Da ich mein Bein die meiste Zeit hochlegen muss, hatte ich allerdings pro Tag nur ein begrenztes Zeitfenster für meine Arbeit am Computer.

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Jetzt ist das Fotobuch fertiggestellt, ich kann wieder klare Gedanken fassen und weiß, dass ich nach vorne schauen muss. Ich muss meine Situation akzeptieren, da ich sie ohnehin nicht ändern kann. Und aus dieser Situation muss ich versuchen, das Beste zu machen. Was mir momentan noch Schwierigkeiten bereitet, ich habe keinen richtigen Zeitplan, wie es weitergehen soll. Ich weiß, ich darf die ersten 6 Wochen bis maximal 20 kg belasten und muss einen fetten Aircast-Schuh tragen, damit der Fuß ruhiggestellt ist. Danach geht es über bis hin zur Vollbelastung, aber wie lange wird das dauern? Und wie geht es danach weiter? Ab wann darf ich Schwimmen und Radfahren, ab wann darf ich noch etwas anderes machen und vor allem was? Macht Fitnessstudio Sinn? Schwimmen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingssportarten und Radfahren im Winter macht ebenfalls nicht so riesigen Spaß. Wann darf ich mit Lauftraining beginnen? Wer begleitet mich während des Reha-Jahres? Ich fühle mich momentan von Seiten der Ärzte sowas von allein gelassen, das lässt mich zeitweise echt verzweifeln.

Aber ihr seht, mit dem Blog wird es weitergehen. Dazu kann ich mich wenigstens wieder motivieren. Außerdem hat mir das unglaublich geholfen, meine ganzen Sorgen hier niederzuschreiben. Vielleicht ist der ein oder andere in einer ähnlichen Situation oder war in solch einer Situation? Wie seid ihr damit umgegangen? Ich bin über jeden noch so kleinen Tipp, Anregung oder Motivation sehr dankbar.

Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.

 

3 Gedanken zu „About me – Update“

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