- Kerstin unterwegs

Mauritius – Paradies im Indischen Ozean

Nach 8 Tagen Rundreise auf La Réunion (nachzulesen unter La Réunion – Trauminsel im Indischen Ozean) ging es weiter nach Mauritius, um dort die nächsten 7 Tage – mehr oder weniger – zu entspannen.

Da wir am Freitag erst kurz nach 15 Uhr im Hotel eingetroffen sind, haben wir zuerst unsere Hotelanlage des Anelia Resort & Spa in Flic en Flac erkundet und sind danach in den Ort marschiert, um uns mit Getränken aus dem nahegelegenen Supermarkt Jumbo Express einzudecken. Das Mitbringen von Getränken ist im Hotel erstaunlicherweise sogar erlaubt. Unser Rückweg führte an der Strandpromenade entlang zurück zum hoteleigenen Strand.

Der Samstag gestaltete sich wenig spektakulärer, es war ein Tag zum Faulenzen. Wir haben am Pool gechillt und im Meer nach Fischen Ausschau gehalten, auch wenn das nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Damit ich aufgrund des Nichtstuns kein schlechtes Gewissen haben muss, bin ich noch eine halbe Stunde ins Fitnessstudio gegangen, um mich auszupowern.

Sonntag: Botanischer Garten & Schnorcheln

Auf Sonntag hatten wir schließlich unseren Mietwagen bestellt, was heißt, jetzt war Schluß mit der Faulenzerei. Uns zog es in den Botanischen Garten nach Pamplemousses, ca. 50 min entfernt von unserem Hotel. Der Eintritt in den Botanischen Garten beträgt 5 Euro, welche sich wahrlich gelohnt haben. Obwohl Sonntag war, war die Anlage nicht überfüllt und man konnte in Ruhe durch den Park schlendern. Neben den vielfältigsten Pflanzenarten, Palmen und sonstigen Bäumen, gibt es dort auch Riesenschildkröten und Hirsche.

20191006_2231363579816609197151652.jpg
Botanischer Garten in Pamplemousses

Nach ca. 2 Stunden Parkbesichtigung steuerten wir unser nächstes Ziel an, den Strand Trou aux Biches, der zu den Schnorchel-Hotspots auf Mauritius zählt. Trou aux Biches liegt nochmal ca. 20 min weiter nördlich von Pamplemousses. Und der Strand hielt, was die Blogs im Internet versprachen: eine riesen Vielfalt von kleinen und größeren Fischen, von hellen und bunten sowie dicken und dünnen. Ich habe noch nie zuvor auf einem Fleck so viele Fische gesehen. Allerdings muss man schon einige Meter ins Meer hinausschwimmen, richtig tief wird es trotzdem nicht. Nichtsdestotrotz sollte man immer auf die Strömungen aufpassen und seinen Orientierungspunkt im Blick behalten, ich habe mich ganz schön abtreiben lassen und bin an ganz anderer Stelle wieder gestrandet.

Morgen wollen wir dann den südlichen Teil der Insel erkunden. Was wir dort so alles entdeckt haben, könnt ihr voraussichtlich morgen Abend hier nachlesen.

Montag: Geopark und Le Morne Brabant

Da der Süden ziemlich viel zu bieten hat und wir nicht alles an einem Tag erkunden konnten, haben wir uns dazu entschieden, im Geopark den Chamarel Wasserfall und die Siebenfarbige Erde anzuschauen sowie zum Morne Brabant zu fahren.

Der Geopark hat an sich noch viel mehr Attraktionen, aber der Wasserfall und die Siebenfarbige Erde sind wohl die bekanntesten. Zum Eintritt in den Geopark muss man ein Ticket lösen. Der Preis richtet sich nach dem, was man sich dort anschauen will. Wir haben für den Wasserfall und die Siebenfarbige Erde zum Beispiel umgerechnet 6,30 € pro Person bezahlt. Im Geopark kann man sich zu Fuß, mit dem eigenen Auto oder dem Fahrrad fortbewegen. Die Attraktionen sind ausgeschildert. Es gibt dort auch die Möglichkeit, etwas zu essen und zu trinken.

Meine Meinung zum Geopark: auf jeden Fall einen Besuch wert!

20191007_1252173038261875964294845.jpg
Siebenfarbige Erde

Was auf jeden Fall nicht fehlen darf, wenn man auf Mauritius ist, einen Blick auf den Morne Brabant zu werfen. Da die Besteigung des Berges als sehr schwierig gilt, haben wir uns schließlich dagegen entschieden und uns mit Bildern vom direkt angrenzenden Strand begnügt. Der Berg selbst ist 556 m hoch und wurde 2008 ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Er befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel im Südwesten von Mauritius.

20191007_1558222172724608340771736.jpg
Le Morne Brabant

Nach der einstündigen Rückfahrt ins Hotel war der Tag auch schon wieder zu Ende. Genau wie gestern habe ich noch eine kurze Abkühlung im Pool genommen, um mir dann den Sonnenuntergang von der Liege aus zu betrachten. So könnte gerne jeder Tag enden. 🙂

Dienstag: Mit Delfinen schwimmen

Das heute anstehende Ereignis hat mich die ganze Nacht wach gehalten. Ich habe vor lauter Aufregung kein Auge zugemacht und um 5:45 Uhr, als der Wecker klingelte, ging es endlich los! Auf zu den Delfinen!

Obwohl mich so ein Ereignis bereits bei so manch vergangenem Urlaub gereizt hat, habe ich es zuvor nie gewagt. Entweder weil ich zu viel Angst hatte, mit einem Boot aufs Meer hinaus zu fahren oder weil ich die Delfine in ihrer natürlichen Umgebung einfach nicht stören wollte.

Dadurch, dass die Tour mit Dolswim ein Geburtstagsgeschenk war, wurde mir meine Entscheidung mehr oder weniger abgenommen und ich habe es endlich getan. Es wird wahrlich ein unvergessliches Erlebnis bleiben, eines, dass mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Wenn man im Wasser schwimmt bzw. schnorchelt und überall um einen herum und unter einem schwimmen sogenannte Spinner Delfine, ist das ein einzigartiges Gefühl. Noch viel schöner, als ich mir das immer vorgestellt habe.

Ich möchte jetzt hier bestimmt keine Werbung für Delfintouren machen, weil ich das prinzipiell immernoch nicht für gut heiße, dass das zu einer Massentouristenattraktion mutiert ist… aber ich verstehe jeden, der sich das doch einmal im Leben gönnen möchte.

psx_20191008_1910088627128784681564516.jpg

Wir hatten an diesem Tag echt Glück, zwar war das Wetter nicht gut, teilweise hat es sogar geregnet, aber dafür war das Meer umso klarer. Mit dem Speedboot ging es raus aufs Meer, zu dem Platz, wo sich die Delfine allmorgendlich tummeln. Mit einem Guide durften immer zwei Personen zu den Delfinen ins Meer und sich inmitten der Delfinherde aufhalten, allerdings keines der Säugetiere anfassen.

Zum Abschluss der Tour fuhren wir weiter zu einem nahegelegenen Riff, wo jeder noch eine Runde schnorcheln durfte. Das hat unseren Schnorchelgang von Trou aux Biches nochmals getoppt. Trotz der wunderbaren Tour war ich dann schließlich froh, als ich wieder Land unter den Füßen hatte und die nassen Sachen ablegen konnte, denn ich habe bitterlich gefroren.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank für dieses großartige Geschenk, ich werde den Moment mit den Delfinen ewig in Erinnerung behalten.

Mittwoch: Black River Peak 828 m

Da heute der letzte Tag war, an dem wir unseren Mietwagen zur Verfügung hatten, wollten wir uns zum Abschluss nochmal einer besonderen Herausforderung stellen und den höchsten Gipfel von Mauritius besteigen. Der Black River Peak befindet sich im Black River Gorges Nationalpark und liegt auf einer Höhe von 828 m. Er ist über einen 6,2 km (hin und zurück) langen Wanderweg zu erreichen, bei dem 370 Höhenmeter überwunden werden müssen.

Zu Beginn ist der Wanderweg recht moderat, das Hauptproblem war der matschige Untergrund. Oft habe ich mich seitlich des Weges an den Bäumen entlang gehangelt. Glücklicherweise geht es bis auf die letzten Meter durch dicht bewachsenes regenwaldartiges Terrain, durch das eine Schneise für den Wanderweg geschlagen wurde. Denn im Prinzip wandert man einen Bergrücken entlang, bei dem es rechts und links bergab geht.

20191009_1202371353606538518446076.jpgDie Herausforderung bestand in den letzten paar Metern bis zum Gipfel, der nur mittels Seilen erklommen werden konnte. Damit man sich das besser vorstellen kann, habe ich mal ein Foto davon gemacht. Für mich mit meiner Höhenangst war das wirklich grenzwertig. Der Aufstieg war dabei weniger schlimm als der Abstieg. Die allerletzten Meter stand nicht mal mehr ein Seil zur Verfügung. Ich habe mich an Sträuchern oder Wurzeln, alles was zur Verfügung stand, festgehalten und bin auf allen Vieren vorwärts geklettert.

Hat man auch dieses Stück gemeistert, wird man mit einem wunderschönen Ausblick über den südlichen Teil der Insel bis hin zum Le Morne Brabant belohnt. Das war die Strapaze und die Überwindung allemal wert.

20191009_121641317696397822002412.jpg
Black River Peak

Dies war nun mein letzter Reisetagebuch-Eintrag, da es übermorgen leider schon wieder zurück nach Hause geht. Dieser Urlaub wird für mich immer unvergesslich bleiben, da ich noch nie zuvor so viele verschiedene beeindruckende Dinge gesehen und erlebt habe. Ich kann jedem von euch empfehlen, einmal im Leben nach La Réunion und/oder Mauritius zu kommen, um euch selbst davon zu überzeugen, wie traumhaft es hier ist.

Ab nächster Woche erwarten euch dann wieder die üblichen Beiträge auf LiWoBa von mir. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s