► Streben nach Glück

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Durch die Reizüberflutung, der wir insbesondere im digitalen Zeitalter täglich ausgesetzt sind, wird Achtsamkeit immer mehr zu einer Herausforderung. Aufgrund der hohen Anforderungen, die permanent an uns gestellt werden, sowohl beruflich als auch privat, funktionieren wir teilweise nur noch und erkennen nicht mehr die Schönheit des Augenblicks. Wir haben keine Zeit und keine Muße, uns mit unseren Bedürfnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen. Nur wenn wir Achtsamkeit als feste Größe in unserem Alltag etablieren, trotzen wir dem Stress und werden entspannter und glücklicher.

wall e toy on beige padWir müssen unsere Aufmerksamkeit wieder mehr auf die Gegenwart bzw. auf den jetzigen Moment lenken, nicht hektisch von einem Termin zum nächsten rennen und wie ein Roboter eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Klar, das ist nicht einfach, aber dennoch machbar.

Ich habe z. B. die schlechte Angewohnheit meistens zwei Dinge gleichzeitig zu machen. Ich esse und lese dabei oder schau mir nebenbei irgendetwas in der Mediathek an. Ich habe den Fernseher laufen und beschäftige mich mit Instagram usw. Warum tue ich das? In der Hoffnung Zeit einzusparen. Am Ende weiß ich kaum, ob das Essen geschmeckt hat, kann mich nur halb daran erinnern, was ich gelesen habe, bei meiner TV-Serie habe ich den Faden verloren und in Instagram irgendein Müll gepostet. Und obwohl ich vielleicht ein paar Minuten Zeit eingespart habe, fühle ich mich gestresst. Erkennt sich der ein oder andere von euch dabei wieder?

Vieles was ich über Achtsamkeit lese, hängt irgendwie mit Meditation zusammen. Ich persönlich konnte mich mit Meditation bisher noch nicht anfreunden. Aber ich versuche zukünftig, die Dinge, die ich tue, bewusster zu tun und ihnen meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist aus meiner Sicht schon mal ein erster wichtiger Schritt. Vielleicht versuche ich es irgendwann doch mal mit der Meditation.

20190808_204356.jpgDie Achtsamkeit erstreckt sich übrigens auf alle Sinne, nicht nur auf die visuelle Wahrnehmung. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass essen bei mir oft irgendwie nebenher geschieht. Das ist ein großer Fehler, es sei denn, das Essen schmeckt widerlich. Ansonsten sollte man Essen und Trinken genießen, sowohl den Geschmack als auch den Geruch ganz bewusst wahrnehmen. Eventuell sogar die Wärme, die von einer heißen Suppe oder einem dampfenden Kaffee ausgeht. Auch Duschen kann eine wahre Wohltat sein. Das angenehm warme Wasser, der gute Geruch der Seife ist eigentlich Entspannung pur. Selbst bei einem Spaziergang macht es einen Unterschied, ob wir mit Scheuklappen durch die Gegend laufen oder die Schönheit der Natur betrachten und dabei den Blütenduft einatmen.

Wenn man sich ganz bewusst Zeit, für sich selbst einräumt, in der man Achtsamkeit üben möchte, ist das Smartphone natürlich Gift. Das sollte sich dann unbedingt lautlos außerhalb der Reichweite befinden. Mehr dazu unter Digital Detox – Keine Macht den Smartphones!.

Mit Achtsamkeit geht auch Dankbarkeit und Wertschätzung einher. Leider sehen wir heute so viel als selbstverständlich an und wenn wir einmal nicht das bekommen, was wir haben möchten, werden wir pampig und vorwurfsvoll. Dass unser eigener Körper keine Maschine ist, die pausenlos arbeiten kann, bemerken wir meist erst dann, wenn wir krank sind. Plötzlich wird uns bewusst, wie wertvoll ein gesunder Körper ist. Den Weg zu mehr Dankbarkeit habe ich euch in Probier’s mal mit Dankbarkeit! aufgezeigt. Das sogenannte Dankbarkeitstagebuch bewirkt wahre Wunder.

Letztendlich ist Achtsamkeit ein lebenslanger Prozess, welcher uns zu einem erfüllten Leben führt und unser wahres Selbst erkennen lässt. Im nächsten Beitrag erfahrt ihr von ein paar Ansätze, wie ihr mehr Achtsamkeit in euer Leben bringen könnt.

Wenn du dein Leben so erfüllt und glücklich leben möchtest wie es geht, dann sei dort wo es stattfindet: Im Hier und Jetzt. (Doris Kirch)

Ein Gedanke zu „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s