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Rückenbeschwerden – Jeder kennt sie, keiner will sie!

Das erste Mal, an dem ich mit extremen Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte, war letztes Jahr im November. Und ich bin echt froh, dass ich davon so lange verschont geblieben bin. Aber hast du es einmal, kommt es anscheinend immer wieder. So kam es, dass ich dieses Jahr im Frühjahr abermals von Rückenschmerzen geplagt wurde. Wenn du mit Rückenschmerzen erst einmal Bekanntschaft gemacht hast, fängst du plötzlich an, dich intensiv damit zu beschäftigen. Schließlich willst du, dass es nie mehr wiederkommt.

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Also habe ich mir von einem guten Freund folgenden Ratgeber: „Aktive Rückenschule – Bewegung, Stärkung und Stabilisation“ von der garant Verlag GmbH ausgeliehen.

Mich haben vor allem die möglichen Ursachen von Rückenbeschwerden interessiert und wie man dagegen vorbeugen kann. Da Rückenschmerzen eine weitverbreitete Volkskrankheit sind und es sicherlich den ein oder anderen unter euch auch betrifft, habe ich gedacht, ich schreibe einen Beitrag dazu.

Kommen wir als erstes zu den Ursachen für Rückenbeschwerden. Da sich aus den Ursachen auch meistens Maßnahmen zur Vorbeugung ableiten lassen.

Ursachen von Rückenbeschwerden

Generell liegt die Ursache in unseren schlechten Lebensgewohnheiten, dazu gehört vor allem das viele Sitzen, sprich zu wenig Bewegung und Übergewicht. Da viele Menschen, genauso wie ich, einen Schreibtischjob haben, lässt sich das viele Sitzen nicht ganz vermeiden. Leider sitzen wir nicht nur beim Arbeiten sondern auch im Auto und natürlich abends vor dem Fernseher beim Netflixen. Es gibt aber trotzdem Abhilfe, dazu später mehr.

Jedenfalls führt das viele Sitzen und der Bewegungsmangel zu einer verspannten, verhärteten und verkürzten Rückenmuskulatur. Die Muskeln und Bänder entlang der Wirbelsäule werden immer schwächer, was dazu führt, dass die Wirbelgelenke ständig belastet werden. Die Bandscheiben dazwischen werden einem wachsenden Druck ausgesetzt, bis sie schließlich einreißen oder herausgepresst werden. Das Ergebnis ist ein BANDSCHEIBENVORFALL! Hinzu kommt eine eingeschränkte Blutzirkulation, welche dazu führt, dass die Wirbelknochen schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies hat ebenfalls eine unangenehme Folgeerscheinung, nämlich OSTEOPOROSE.

Aber auch Übergewicht ist Gift für den Rücken. Durch die Dauerbelastung aufgrund der überflüssigen Pfunde verschleißen Sehnen und Gelenke schneller. Es drück zu viel Gewicht auf die Gelenkknorpel, so dass diese nicht mehr regenerieren können. Somit schleicht sich eine ARTHROSE ein.

Drei bekannte Krankheitserscheinungen, die bei mir leichte Panik auslösen. Schließlich will ich mich auch mit fortschreitendem Alter weiterhin schmerzfrei ohne Einschränkungen bewegen können.

Neben physischen Belastungen beeinflussen aber auch psychische Belastungen unser Wohlbefinden. Geraten wir aus der Balance schadet dies Geist und Körper gleichermaßen. Langfristiger Stress führt zur Ausschüttung von Adrenalin und Cortison, welche aufgrund des anhaltenden Stress nicht abgebaut werden können. Bluthochdruck, Arteriosklerose oder massive Muskelverspannungen sind die Folge davon.

Ich hoffe, ich habe euch nun genug Angst gemacht 😉, so dass ihr die folgenden Ratschläge befolgt.

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Wie kann man Rückenbeschwerden vorbeugen?

1. Rückenfreundlich sitzen

Wenn wir schon viel und lange sitzen müssen, dann bitte richtig. Das heißt, dass die Höhe des Schreibtischstuhls so eingestellt werden sollte, dass die Füße den Boden berühren. Die Lehne muss den Rücken stützen, aber trotzdem leicht den Bewegungen nachgeben. Der Rücken sollte in aufrechter Haltung sein. Beim Sitzen sollte die gesamte Sitzfläche ausgenutzt werden, so dass mindestens 2/3 der Oberschenkel die Sitzfläche berühren.

Mein Arbeitgeber hat mir aufgrund meiner Rückenbeschwerden dankenderweise einen höhenverstellbaren Schreibtisch gekauft, so dass ich zeitweise auch im Stehen arbeiten kann und dadurch nicht ganz so verspannt bin. Teilweise werden solche Tische mit einer Finanzspritze unterstützt, also am besten vorab über Fördermöglichkeiten informieren.

2. Richtige Matratze und ein gutes Kissen

Die Matratze sollte elastisch genug sein, damit sie der Körperkontur nachgibt, aber andererseits auch nicht zu weich. Am besten in einem Bettenfachgeschäft beraten lassen und Probe liegen.

Für Rückenschläfer empfiehlt sich ein Nackenstützkissen, welches die Halswirbelsäule so stützt, dass sie eine gerade fortlaufende Linie mit den anderen Wirbelsäulensegmenten bildet.

3. Richtig heben und tragen

Zum Anheben mit leicht gespreizten Beinen in die Knie gehen, dabei die Wirbelsäule gerade halten und die Last in einer fließenden Bewegung aufheben. Danach langsam aufrichten. Die Last körpernah tragen und die Wirbelsäule dabei nicht verdrehen. Ich persönlich versuche diesen Bewegungsablauf z.B. beim Transportieren von Getränkekisten zu beachten. Irgendwann macht man das automatisch richtig.

4. Bewegung

Ob Joggen, Walken, Fahrrad fahren, generell hilft jede Sportart, die Rückenmuskulatur zu stärken und somit zur Vorbeugung von Rückenbeschwerden. Besonders gesund und empfehlenswert sind Nordic Walking (auf die richtige Technik achten!), Schwimmen/Wassergymnastik, Skilanglauf/Crosstrainer, Aerobic/Tanzen und sogar Meditation zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Wer auf autogenes Training und progressive Muskelentspannung schwört, das ist ebenso geeignet wie Yoga.

Aber am besten Bewegung gleich in den Alltag mit einbauen. Ich habe mir z. B. angewöhnt, die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder die Rolltreppe zu nehmen. Wer es nicht allzu weit zur Arbeit hat, sollte öfter mal mit dem Fahrrad fahren. Auch ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause hilft bereits.

Habt ihr noch weitere Tipps für einen rückenfreundlichen Alltag?

Natürlich gibt es spezielle Übungen zur Vorbeugung von Rückenbeschwerden. Ein paar davon stelle ich euch gerne demnächst auf LiWoBa vor. Also einfach wieder vorbeischauen!

Mein Mann bezüglich meiner Rückenschmerzen: „Hexenschuss kann’s nicht sein, die schießen nicht auf ihr eigenes Personal.“ 😂

Ein Gedanke zu „Rückenbeschwerden – Jeder kennt sie, keiner will sie!“

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