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Auf der Suche nach der Work-Life-Balance

Ich will euch nicht langweilen, aber ich habe mich aus aktuellem Anlass mal wieder mit der Work-Life-Balance (WLB) beschäftigt. Es ist schließlich nicht umsonst das zentrale Thema von LiWoBa. Was heißt aus aktuellem Anlass? Tja, zurzeit gerate ich gerade wieder etwas ins Ungleichgewicht, dabei schien zu Beginn des Jahres doch alles so gut zu laufen… 2019 sollte mein Jahr werden! Und jetzt werde ich einmal mehr meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Wie konnte es nur dazu kommen?

Wie so oft, sind es mehrere Faktoren, die nahezu gleichzeitig aufgetreten sind: im Job hatte ich plötzlich wieder so richtig viel zu tun, da hinke ich meinem Zeitplan mal so richtig hinterher. Meine Woche mit dem Magen-Darm-Virus, die ich zu Hause verbringen musste, hat die Situation nicht verbessert, ganz im Gegenteil. Es hat sich weder jemand erbarmt, mir Arbeit abzunehmen, noch hat sie sich von selbst erledigt. Ich kann solche Situationen, in denen ich kein Land sehe, nicht ausstehen. Aber das geht wohl jedem so. Doch nicht nur die Arbeit wächst mir über den Kopf, nein auch mein Garten und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich komme mit der Gartenpflege nicht mehr hinterher. Wenn ich die gehegten und gepflegten Gärten meiner Nachbarn sehe, schäme ich mich für meinen Wildwuchs vor und hinter dem Haus. Auch da hat mich die Krankheit im Zeitplan zurückgeworfen. Krank sein ist in meinem Leben einfach nicht mit eingeplant. Für längere Ausfallzeiten gibt es bei mir keinen Puffer.

Jedenfalls kam so eins auf’s andere, ich war unzufrieden, dazu noch gesundheitlich angeschlagen und schon war ich aus dem Gleichgewicht und mich hat einfach alles genervt bzw. mich nervt immer noch alles. Da die Phase weiterhin andauert. Genau aus diesem Grund befasse ich mich aktuell wieder mit der WLB.

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Was ist Work-Life-Balance?

In Was ist eigentlich Work-Life-Balance? habe ich mich bereits mit der Bedeutung des Begriffs auseinandergesetzt. Außerdem habe ich mir dort Gedanken dazu gemacht, wie sich eine gute WLB messen lässt und habe Freunde und Verwandte zu diesem Thema interviewt. Damit ich euch wirklich nicht langweile, fasse ich es kurz und knapp zusammen:
Work-Life-Balance = ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen einer Person

Das Ziel einer guten WLB ist also, einen Job zu haben, der einen erfüllt, dazu ein glückliches Privatleben zu führen und einen gesunden Körper zu besitzen.

Wenn ihr mehr dazu lesen wollt und meinen Artikel Was ist eigentlich Work-Life-Balance? noch nicht kennt, kann ich euch den wärmstens empfehlen 😊.

Wie sieht die Realität im Bezug auf die WLB aus? Bei den meisten dauert ein Arbeitstag mindestens 8 Stunden, d. h. es bleibt für unser Privatleben und unsere Freizeit nicht mehr so viel Zeit übrig. Vor allem dann nicht, wenn wir selbst nach Feierabend noch zum Handy greifen und unsere Mails checken. So gibt es keine saubere Trennung zwischen Job und Freizeit, worunter wiederum die WLB leidet. Im Allgemeinen gilt, konzentriert man sich zu sehr auf den Job, schränkt man damit die eigene Lebensqualität ein, auch wenn man seinen Beruf liebt. Leider ist es in der Regel schwierig, sich dem beruflichen Stress zu entziehen. Man stellt seine persönlichen Interessen hinten an und macht sehr oft Zugeständnisse zu Gunsten des Jobs.

Ihr merkt schon, es ist gar nicht so einfach, eine gute WLB zu haben. Vermutlich habt ihr es, genauso wie ich, bereits am eigenen Leib erfahren. Man sollte seine Energie gezielt und möglichst effizient einsetzen, so dass weder für den Beruf noch für das Privatleben die eigenen Ressourcen einseitig verbraucht werden. Wir machen zwar fast immer unseren Job dafür verantwortlich, dass wir uns gestresst fühlen. Doch bei normalen Arbeitszeiten, ich rede hier von einer 40-Stunden-Woche, bleibt uns eigentlich immer noch genügend Raum für ein erfülltes Privatleben. Ich habe aber das Gefühl, oder kenne es teilweise auch von mir selbst, dass wir uns auch in unserer Freizeit stressen lassen bzw. selbst unter Stress setzen. Vermutlich aus Angst etwas zu verpassen. Möglicherweise fällt uns ein NEIN in unserer Freizeit sogar schwerer als im Job?! Und schon wären wir bei der Frage:

Was beeinflusst die Work-Life-Balance

Auch hierzu habe ich mir bereits an anderer Stelle ein paar Gedanken gemacht und zwar bei About LiWoBa. Das wollen wir uns jetzt aber doch noch etwas intensiver zu Gemüte führen. In der folgenden Grafik könnt ihr sehen, aus welchen Bausteinen sich die WLB zusammensetzt. Sobald einer dieser Bausteine herausbricht, gerät das Gleichgewicht ins Wanken.

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Als Hauptursachen für eine fehlende Balance werden meist folgende vier Punkte gesehen:

  1. zu hohe Arbeitsbelastung
  2. zu großer Erfolgsdruck oder Verantwortung
  3. ständige Erreichbarkeit
  4. fachliche oder organisatorische Überforderung

Auf den ersten Blick kennzeichnen diese vier Punkte vor allem die Probleme im Job. Sie sind teilweise aber auch auf das Privatleben übertragbar. Ich habe beispielsweise mit Haus und Garten selbst privat eine relativ hohe Arbeitsbelastung, was eine sehr gute Organisation voraussetzt, damit wirklich alles erledigt werden kann. Gerade zu Hause neigt man aber eher dazu, Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen (ist ab und zu durchaus mal erlaubt) oder sich bei seinen Aufgaben zu verzetteln.

Ihr erkennt schon, nicht allein der Mangel an Zeit ist ausschlaggebend, denn im europäischen Vergleich arbeiten wir mit durchschnittlich 35,2 Wochen-Arbeitsstunden sogar recht wenig. Also sind andere Faktoren mindestens genauso ausschlaggebend für eine ausgewogene WLB. Ich sehe die Probleme vor allem in folgenden Punkten:

  • schlechtes Zeitmanagement, d. h. die Zeit wird nicht effektiv genutzt, z. B. durch schlechte Planung und unstrukturiertes Arbeiten
  • keine klare Definition des Ziels, das erreicht werden soll / fehlende Zielvorgabe, worauf genau man hinarbeiten soll
  • Arbeitsintensivierung, es wird immer mehr in immer weniger Zeit gefordert
  • die Komplexität der Aufgaben, egal ob im Alltag oder im Beruf, nimmt zu
  • der eigene zu hohe Leistungsanspruch/Perfektionsanspruch steht einem zu oft im Weg
  • Einfluss durch chaotische Vorgesetzte, Kollegen oder Kunden
  • der technologische Fortschritt führt zur Entgrenzung der Arbeit, z. B. die ständige Erreichbarkeit via Smartphone
  • unkonzentriertes Arbeiten durch ständige Ablenkung, auch hier muss ich wieder das Smartphone als Beispiel nennen
  • man gönnt sich immer weniger Freizeit, um den eigenen Akku aufzuladen

Außerdem hängt die WLB auch von der eigenen Persönlichkeit ab. Eine Frohnatur lässt sich nicht so leicht stressen wie Menschen, die ohnehin einen Hang zur Schwarzmalerei haben. Natürlich ist die Arbeit bzw. der Beruf im Allgemeinen ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man seinen Job nicht gerne macht, kann jeder Tag ganz schnell zur Qual werden. Wichtig ist dabei auch das Arbeitsumfeld, mit netten Kollegen macht die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß.

Im nächsten Artikel werde ich noch ein paar Worte dazu schreiben, warum eine gute WLB so wichtig ist und euch zu guter Letzt natürlich auch Tipps mit auf den Weg geben, wie man eine bessere WLB erreicht. Also demnächst wieder auf LiWoBa vorbeischauen!

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Wie steht es eigentlich mit eurer persönlichen WLB?

Arbeit ist gut, vorausgesetzt, du vergisst nicht zu leben.

Ein Gedanke zu „Auf der Suche nach der Work-Life-Balance“

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