► Selbstmanagement

10 Tipps für eine bessere Disziplin

Manch einer mag es vielleicht nicht glauben, aber wir selbst haben eine Menge Einfluss auf unsere Disziplin. Die Disziplin ist nicht angeboren, also kein Erbgut, das durch die Gene weitergegeben wird. Man kann man sich die Disziplin wie einen Muskel vorstellen, der trainiert werden muss, um zu wachsen. Daher sollte man sich regelmäßig kleine Disziplinherausforderungen suchen. Je mehr Selbstdisziplin man entwickelt, umso höher stehen die Chancen auf ein erfülltes Leben. Denn wer ausdauernd und diszipliniert an einer Sache arbeitet, ist meist auch erfolgreich. Obwohl uns der Verzicht auf gewisse Dinge schwerfällt bzw. etwas zu tun, was uns gerade nicht so viel Spaß macht … genau diese Selbstdisziplin macht uns am Ende zu zufriedenen und erfolgreichen Menschen.

Wenn ich mich in der Gesellschaft so umschaue, würde der ein oder andere etwas mehr Disziplin vertragen. Deshalb heute ein paar Tipps und Anregungen dazu, wie ihr disziplinierter werden könnt. Ich persönlich bin mit meiner Disziplin ganz zufrieden, denn wenn ich etwas wirklich will, kann ich durchaus sehr diszipliniert sein. Und schon wären wir bei einem der 3 wichtigsten Faktoren, die die Disziplin beeinflussen:

  • die Zielsetzung; dabei ist die entscheidende Frage gar nicht wie du dein Ziel erreichen kannst, sondern warum du es erreichen willst!
  • die Willenskraft ist Faktor Nummer 2; zu mehr Willenskraft gelangst du, indem du regelmäßig Dinge tust, die dich Überwindung kosten!
  • und schließlich die Gewohnheiten; du solltest dir schlechte Gewohnheiten abgewöhnen und diese durch gute ersetzen!

Das klingt alles erst einmal sehr einfach und plausibel, aber vielleicht sollten wir noch etwas tiefer einsteigen und die Tipps anhand von Beispielen etwas anschaulicher machen.

Disziplin_beim_Sport

Hier sind meine 10 Tipps für mehr Disziplin:

  1. Bleiben wir gleich mal bei der RICHTIGEN Zielsetzung. Mit „richtig“ meine ich, das Ziel muss von dir ganz persönlich kommen, es muss DEIN Ziel sein. Lass dich dabei nicht von deinem Umfeld oder gar von Werbung beeinflussen und stell dir immer wieder die Frage: „Wieso habe ich mir dieses Ziel gesetzt?“ Wie soll man sich beispielsweise zu etwas motivieren, dass man gar nicht von Herzen möchte? Wenn die Eltern wollen, dass man Jura studiert, man selbst aber mehr Interesse an Physik hat…
  2. Immer mit kleinen Zielen bzw. Etappenzielen anfangen, damit man sich nicht gleich überfordert. Wenn man sich z. B. vorgenommen hat, im neuen Jahr wieder mehr Sport zu machen und übertreibt es gleich, hat man am nächsten Tag den übelsten Muskelkater und in naher Zukunft wohl keine Lust mehr auf Sport.
  3. Sich immer wieder auch visuell auf sein Ziel konzentrieren, Stichwort „Vision Board“. Will man z. B. das Geld von den Überstunden zusammensparen, um eine schöne Reise zu unternehmen, so kann es nur helfen, immer wieder Bilder vom Urlaubsziel vor Augen zu haben. Ich habe es mir bspw. als Desktophintergrundbild eingestellt und motiviere mich dadurch mehr zu arbeiten.
  4. Den richtigen Zeitpunkt für gewisse Tätigkeiten erkennen und nutzen, die sogenannte individuelle „Hoch-Zeit“. Ich bin früh am Morgen immer sehr viel kreativer und produktiver als nachmittags. Also habe ich für meine Prüfungen immer den Morgen genutzt und bin früh aufgestanden, um zu lernen. Das hat bis heute Bestand, deshalb bin ich auch spätestens um 7 Uhr im Büro.
  5. Am besten ist es, wenn man im Rhythmus bleibt. Sport ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Bei zu langen Trainingspausen, fängt man quasi wieder bei Null an und es wird uns jedes Mal auf’s Neue schwerfallen, uns aufzuraffen. Lieber im Flow bleiben und es zu einer guten Gewohnheit machen.
  6. Alles, was uns in Versuchung führen könnte, beseitigen. Seien es die Süßigkeiten im Schrank, wenn man Abnehmen und sich gesund ernähren will, oder das Smartphone in ständiger Reichweite, wenn man am lernen oder arbeiten ist, uvm.
  7. Wenn es möglich ist, Aufgaben immer komplett abschließen, nur so bekommt man den Kopf frei und kann mit neuem Elan die nächste Aufgabe angehen. Außerdem ist die Gefahr geringer, dass man sich überfordert, wenn man eins nach dem anderen erledigt. Ich hatte mir vor 1 Jahr vorgenommen, meine Ernährung umzustellen, insbesondere weniger Zucker zu mir zu nehmen und durch Obst und Wasser zu ersetzen. Ich bin sicher, hätte ich mir von heute auf morgen alles Süße verboten, wäre ich gescheitert. So habe ich den Zuckerkonsum sukzessive reduziert und bin immernoch dabei.
  8. Wenn man ein Ziel oder Etappenziel erreicht hat, sollte man sich belohnen. Ein Hund bekommt schließlich auch sein Leckerli, wenn er etwas besonders toll gemacht hat. Warum also sollte das bei uns Menschen nicht funktionieren?!
  9. Man sollte immer mal wieder Tage einschieben, an denen wir Rücksicht auf uns selbst nehmen und bewusst lustlose Phasen akzeptieren. An diesen Tagen dürfen wir mit der Disziplin aussetzen, wie z. B. bei einem Cheat-Day beim Abnehmen. Aber nicht gleich über die Stränge schlagen! 😉
  10. Ganz wichtig ist es, dran zu bleiben und nicht zu früh aufzugeben. Laut Wissenschaftlern stellt sich erst nach 21 Tagen eine gewisse Routine ein, erst dann wird unser Gehirn auf die Tätigkeit aufmerksam und erkennt es als Gewohnheit.

Also wenn das mit Hilfe dieser Tipps nicht klappt mit der Disziplin, dann weiß ich auch nicht weiter. Natürlich muss man auch WOLLEN, sich selbst ab und zu in den Hintern treten. Das gehört einfach dazu. Von nichts kommt nichts und Disziplin lernen ist ein Marathon, kein Sprint! Deshalb bringt Ausdauer mit!

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Interessiert ihr euch speziell für Disziplin beim Sport, dann könnte euch auch folgender Artikel gefallen: Selbstdisziplin im Sport

Weitere Webseiten zum Thema Disziplin und wie man sie verbessern kann:

https://dubistgenug.de

https://www.selbstbewusstsein-staerken.net

https://anchukoegl.com

Disziplin ist nur die Wahl zwischen dem was du jetzt willst und dem was du am meisten willst.

 

2 Gedanken zu „10 Tipps für eine bessere Disziplin“

    1. Nichts von alldem, wobei der Doktortitel möglich wäre, aber in meinem Job unnötig. Nichtsdestotrotz habe ich durch meine Disziplin viele Dinge erreicht, die mich stolz und zufrieden machen wie z.B. mein Physikstudium durchgezogen, was nicht immer einfach war, mir mein Traum vom eigenen Haus ganz alleine verwirklicht… und irgendwann reicht Disziplin allein natürlich nicht mehr aus, ich habe nicht den IQ von Einstein oder das Talent zum Spitzensportler. Dafür kann ich mich realistisch genug einschätzen. Aber mir fällt jetzt nichts ein, was ich aus mangelnder Disziplin in den Sand gesetzt hätte 🤔
      LG Kerstin

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