► Selbstmanagement

Wenn der Kleiderschrank mal wieder ausgemistet werden muss … so geht’s!

Ich habe einen Kleiderschrank voll mit „nichts zum anziehen“!

Seit ich in letzter Zeit sehr oft vor meinem Kleiderschrank stand und wirklich nichts Vernünftiges zum anziehen gefunden habe, habe ich mir gesagt, so kann es nicht weitergehen. Jeden Morgen hat mich der Gang zum Schrank gequält und das lag keinesfalls daran, dass sich nichts im Schrank befindet. Ganz im Gegenteil, der Schrank quillt über, es sind viel zu viele Sachen drin und dennoch so viel, die ich einfach nicht (mehr) mag. Ich denke, das kommt dem ein oder anderen bekannt vor!? Laut Umfrage ist es tatsächlich so, dass wir nur 1/3 unseres Schrankinhaltes regelmäßig tragen, ganze 40 % hingegen selten oder gar nicht.

Meine bisherigen Ausmist-Aktionen waren nur von mäßigem Erfolg gekrönt, da ich am Ende doch wieder viel zu viel zurück in den Schrank geräumt habe, weil ich es einfach nicht übers Herz brachte, die Sachen wegzugeben. Wenn ihr euch jetzt fragt, ob ich diese Sachen jemals wieder getragen habe, kann ich das eindeutig mit NEIN beantworten. Also muss dieses Mal eine andere Strategie her, eine richtige Strategie und nichts so Halbherziges wie: „Ich könnte mal wieder ein paar Pullis für die Altkleidersammlung aussortieren, damit die Neuen Platz haben.“ – Und am Ende habe ich mich vielleicht von einem Pulli tatsächlich getrennt und den Rest umgestapelt, um Platz zu schaffen.

PSX_20190329_222145.jpgWie ihr vielleicht bereits auf Instagram gelesen habt, habe ich mir im Rahmen meiner Fastenzeit-Challenge auch eine Klamotten-Konsum-Sperre auferlegt. Schon aus diesem Grund bietet sich der jetzige Zeitpunkt an, klar Schiff zu machen, den Schrank auszumisten und sich über seinen eigentlichen Style Gedanken zu machen. Nur so kann man zukünftig Fehlkäufe besser vermeiden, was zum einen erfreulicherweise natürlich Geld spart und außerdem die allmorgendliche Wahl des Outfits erleichtern soll.

Aber jetzt genug der einleitenden Worte, euch interessiert sicherlich, mit welcher Strategie ich meine Aktion starten will, um meinen Kleiderschrank etwas minimalistischer zu gestalten.

1. Nicht alles auf einmal

Da ich sehr viele Teile besitze, würde es mich sicherlich überfordern, den kompletten Kleiderschrank auf einmal auszumisten. Nach einiger Zeit hätte ich keine Lust mehr, Entscheidungen zu treffen und die Motivation und Konzentration ginge auch ziemlich bald in den Keller. Dass dann nichts Vernünftiges mehr dabei rauskommen kann, brauche ich euch wohl nicht zu erzählen. Also alles Schritt für Schritt, am ersten Tag die Pullis, am nächsten die T-Shirts, am übernächsten die Hosen usw. … und nicht zu vergessen, die Schuhe. Ist man ausnahmsweise doch mal so richtig motiviert – wahrscheinlich am allerersten Tag – darf man sich selbstverständlich auch an zwei Kategorien heranwagen.

Außerdem sollte man die ganze Prozedur vorplanen, ausgeruht sein und nicht nur mit halbem Elan durchführen.

2. Ausräumen und sauber machen

Wenn die Fächer oder Schubladen des Schranks schon mal leergeräumt werden müssen, dann am besten gleich mit einem feuchten Lappen auswischen. Damit der ganze Staub, der sich über längere Zeit angesammelt hat, beseitigt wird. Die Gelegenheit bietet sich so schnell nicht wieder.

3. Stapel bilden

Anschließend nach dem Ausräumen der ausgewählten Klamottenkategorie, z. B. Pullover, werden drei Stapel gebildet:

  • Stapel 1: mag ich / trage ich sehr oft
  • Stapel 2: mag ich nicht so sehr / trage ich eher selten
  • Stapel 3: mag ich nicht (mehr) / ist kaputt / passt nicht (mehr)

Was mit Stapel 1 und 3 passiert ist klar, Stapel 1 wandert direkt in den sauberen Schrank zurück und Stapel 3 wird den Schrank hoffentlich nicht mehr von innen sehen. Die Klamotten aus Stapel 3 können entweder verkauft werden (z. B. auf Kleiderkreisel) oder aber verschenkt oder gespendet werden. Die kaputten Stücke wandern selbstverständlich direkt in den Müll.

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Kleidungsstücke für besondere Anlässe bilden eventuell eine Ausnahme und sind nicht so einfach einem Stapel zuzuordnen, aber davon besitzt der Normalbürger ja nicht so viele. Da solche Kleidungsstücke oft teuer waren, wird man sich vermutlich nicht so einfach davon trennen. Aber man könnte sie der gleichen Sonderbehandlung wie Stapel 2 unterziehen.

4. Was mache ich mit dem „Vielleicht“-Stapel

Der Stapel 2 braucht eine Sonderbehandlung, hier fällt die Entscheidung am schwersten. Aber natürlich gibt es auch hierfür Tipps, die die Entscheidung etwas erleichtern und zwar müsst ihr die Teile aus Stapel 2 einer individuellen Befragung unterwerfen:

  • Habe ich dieses Teil in den letzten 12 Monaten getragen?
  • Zu welcher Gelegenheit könnte/würde ich es tragen?
  • Fühle ich mich wohl damit?
  • Lässt es sich gut mit anderen Sachen kombinieren?

Können alle 4 Fragen direkt mit NEIN bzw. KEINER beantwortet werden, ist die Entscheidung bereits gefallen. Dieses Teil ist ein Fall für Stapel 3, also weg damit!

Fallen die Antworten nicht so klar aus, sollte man das Kleidungsstück nochmals anprobieren. Bleibt es immer noch beim „vielleicht“, sollte man sich am Ende auf eine Anzahl einer bestimmten Kategorie beschränken, die zurück in den Schrank darf (bspw. insgesamt 10 Pullover). Spätestens dann muss eine Entscheidung fallen. Man könnte die Stapel-2-Teile eventuell auch in eine Kiste packen und abwarten, was man davon tatsächlich vermisst … aber ich bin dann doch eher gnadenlos. Deshalb wird es bei mir diese Kiste nicht geben. Und wenn die Teile erstmal weg sind, werde ich sicherlich nicht ein einziges davon vermissen.

Manch einer plant vielleicht vorausschauend und denkt, das kommt irgendwann bestimmt wieder in Mode. Aber glaubt mir, was wir jetzt nicht mehr tragen, werden wir auch in 5 Jahren nicht tragen.

Wenn man sich schließlich erstmal von den Sachen, die einem ohnehin nicht mehr gefallen, getrennt hat, löst das ein befreiendes Gefühl aus. Wenn man sich jetzt den Kleiderschrank betrachtet, befinden sich darin nur noch Lieblingsstücke. Obwohl der Schrank jetzt weniger beinhaltet, findet man plötzlich wieder was Passendes zum Anziehen. Außerdem erkennt man jetzt viel deutlicher seinen eigenen Klamottenstil, was Vorteile bei der nächsten Shopping-Tour mit sich bringt.

Tipps für den nächsten Klamottenkauf

Damit der Schrank in naher Zukunft nicht erneut zugemüllt wird, sollte man folgendes bei der nächsten Shoppingtour beachten:

  • bereits vor dem Shoppen überlegen, was man wirklich braucht
  • Sachen kaufen, die vielseitig kombinierbar sind
  • mehr Basics kaufen, die nicht gleich wieder aus der Mode kommen und länger als eine Saison getragen werden können
  • Spontankäufe, auch spontane Schnäppchenkäufe vermeiden, da diese meist in die Kategorie Schrankleiche fallen

Braucht ihr noch mehr Tipps zum Thema „Schrank ausmisten“ oder wollt ihr wissen, wo ich mir meine Inspiration geholt habe, dann schaut hier:

https://www.smarticular.net

https://www.fashionladyloves.com

https://utopia.de

Viel Erfolg bei eurer nächsten Aufräumaktion!

3 Gedanken zu „Wenn der Kleiderschrank mal wieder ausgemistet werden muss … so geht’s!“

  1. Hallo liebe Kerstin, ich kenn das auch mit dem Schrank und dem ausräumen und ausmisten.
    Früher hab ich auch sehr viel wieder reingelegt und mir gedacht, ja des zieh ich schon nochmal an.

    Heute isses so, dass ich wenn ich aussortiere nur ein „ja oder nein“ Prinzip habe, überall wo ich länger nachdenken muss, landet auf dem „nein“ also raus damit Stapel.. es ist sehr interessant wie verschieden die Schränke aussortiert werden.

    Ich habe auch gar nicht mehr so viel, dass ich die Lust verlieren könnte, so hab ich immer alles auf meinem Bett liegen und dann geht die Aktion los ☺️

    An sich hast du super Tipps wie man da ran gehen könnte 👍🏼 vielen Dank dafür!

    Mir ist prinzipiell aufgefallen, dass alles was im neu im Schrank landet, ohne angezogen zu werden, auch weiterhin nicht angezogen wird. So habe ich zB einen „neuen“ Rock in meinem Schrank, den ich seit 1,5 Jahren noch nie anhatte. Ärgerlich und schade fürs Geld. Sowas wird dann weitergeschenkt.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Martina

    Gefällt 2 Personen

    1. Lieben Dank für deinen Kommentar. Ich musste erstmal dahin kommen, dass es wieder überschaubar wird.
      Tja und zukünftig sollte ich beim Shoppen doch einen groben Plan haben, was ich benötige und was meinem Stil entspricht. Wir wollen ja nicht gleich wieder Schrankleichen produzieren 🙂
      LG und dir ebenfalls ein schönes Wochenende

      Gefällt 1 Person

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