► Ernährung & Gesundheit

Müssen es unbedingt teure Fitness Foods sein? – Teil 2: Protein-Shakes

* enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung *

Nachdem wir uns vor kurzem mit Diät-Shakes zum Abnehmen beschäftigt haben, sind heute die Protein-Shakes zum Muskelaufbau an der Reihe. Nun fragt ihr euch vielleicht, gibt es zwischen Diät- und Protein-Shakes überhaupt einen Unterschied? Diese Frage habe ich mir nämlich auch gestellt. Beide enthalten nun mal Proteine/Eiweiß, weil das einfach ein wichtiger Nährstoff zum Aufbau unserer Muskulatur ist. Aber Protein-Shakes konzentrieren sich mehr oder weniger ausschließlich auf die Zufuhr von Proteinen, da Protein-Shakes als Ergänzung zu den eigentlichen Mahlzeiten eingenommen werden. Wohingegen Diät-Shakes als Ersatz einer Mahlzeit dienen sollen. Das heißt bei Diät-Shakes ist es umso wichtiger, dass sie viele essentielle Nährstoffe enthalten, die ansonsten in der eigentlichen Mahlzeit stecken bzw. stecken sollten. Zusätzlich enthält der Diät-Shake hochwertige Proteine zur Erhaltung der Muskelmasse bei einem Kaloriendefizit. Ein reiner Protein-Shake enthält teilweise deutlich mehr Protein als ein Mahlzeitersatz, damit so das Muskelwachstum sogar noch beschleunigt wird. Also sollte man sich zuvor die Zusammensetzung ganz genau anschauen, damit man weiß, welcher Shake eher als Diät- oder Protein-Shake geeignet ist. Sofern ihr sie selbst herstellt, sind sie zumindest mal nicht ungesund 😉

Wie viel Protein braucht der Mensch?

Proteine sind lebensnotwendig, da sie ein wichtiger Bestandteil von Muskeln, Knochen und Blut sind. Ein normaler Durchschnittsmensch sollte täglich ca. 0,8 g Protein pro kg Körpergewicht zu sich nehmen. Leistungssportler hingegen benötigen bis zur doppelten Menge. Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass Protein-Shakes oder Protein-Riegel nicht erforderlich sind, um den täglichen Protein-/Eiweißbedarf zu decken. Eiweiß ist insbesondere in den folgenden Lebensmitteln zu genüge enthalten (siehe auch: https://www.nu3.de):

  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Milch / Milchprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Nüsse und Kerne
  • Sojaprodukte

Zusätzliche Eiweißlieferanten zeigen – nach Aussagen der Ernährungswissenschaftler – keine bessere Wirkung. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung deckt also den Proteinbedarf und macht künstliche Proteinquellen wie Protein-Shakes für den Durchschnittsbürger überflüssig. Leistungssportler haben ohnehin einen eigenen Ernährungsplan, in dem sicherlich auch die benötigte Proteinmenge geregelt ist. Natürliches, hochwertiges pflanzliches und tierisches Eiweiß zeigt ohnehin eine bessere Wirkung als künstliche Proteine. Pflanzliches Eiweiß ist zudem einfacher zu verstoffwechseln als tierisches.

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Gibt es auch vegane Protein-Shakes?

Protein-Shakes müssen nicht zwingend tierische Produkte enthalten. Studien zeigen, dass man mit veganen Protein-Shakes dieselben sportlichen Leistungen erzielen kann wie mit Protein aus Milchprodukten. Vegane Alternativen zu Quark, Hüttenkäse oder Milch sind Reis-, sowie Sojamilch und Erbsenproteine. Ein paar Anregungen und Rezepte für vegane Protein-Shakes findet ihr hier: https://praxistipps.focus.de

Welche Schlüsse habe ich für mich persönlich daraus gezogen?

Ich verzichte weiterhin auf teure Fitness Foods, muss aber zugeben, dass ich bisher noch keine ausprobiert habe. Ich will Shape Republic, Foodspring & Co nicht verteufeln, ich wollte lediglich zeigen, es gibt nicht nur die teure Variante. Selbst für Veganer gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich leckere Protein- oder Diät-Shakes aus natürlichen Lebensmitteln herzustellen. Im Internet findet ihr so viele tolle Rezepte und wenn euch die nicht ausreichen, ist aus meiner Sicht das Geld besser in ein Buch mit Ernährungstipps und Rezepten investiert als in Fitness Food. Ich jedenfalls finde das Thema extrem spannend und achte jetzt mehr darauf, dass ich Joghurt, Quark und Haferflocken – meist in Form eines Shakes – in meine Ernährung integriere.

Bauchmuskeln ohne B sind auch Muskeln 🙂

4 Gedanken zu „Müssen es unbedingt teure Fitness Foods sein? – Teil 2: Protein-Shakes“

  1. Hallo Kerstin, das ist ein toller Beitrag und ich muss zustimmen, es ist meist echt nicht nötig sich sogenannte „fitness foods“ zu holen. Man kann vor allem als Veganer ganz neue tolle Sachen ausprobieren und kreativ werden 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Das bedeutet mir echt viel, dass ich mit meiner Ansicht nicht alleine da stehe. Denn ich habe irgendwie das Gefühl, dass alle auf dieses überteuerte Zeug abfahren und es für ein wahres Wundermittel halten.
      Ich möchte es ja nicht komplett schlechtreden, aber es gehört eben zu einem gesunden, fitten Lebensstil noch viel mehr dazu.
      LG Kerstin

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