- Kerstin unterwegs

Berlin an einem halben Tag

Ihr denkt jetzt sicher: „Was schon wieder ein Reisebericht?“ Aber dieses Mal bin ich nicht nur zum Vergnügen unterwegs, sondern eigentlich geschäftlich. Und da ich – ihr werdet es kaum glauben – zum allerersten Mal in unserer Hauptstadt bin, habe ich den halben Tag genutzt, um Sightseeing zu machen. Ich hatte ca. 5 Stunden Zeit, die ich so voll gepackt habe wie nur irgendwie möglich. Zuvor hatte ich mir die genaue Route überlegt, dass ich nicht komplett planlos durch die Stadt irre. Mein Plan sah folgendermaßen aus:

190205_BerlinErfreulicherweise habe ich auch alles geschafft, exakt so wie ich mir das vorgenommen hatte und das alles zu Fuß inklusive einer Mini-Shoppingtour in der Mall. Mir ist das richtig schwer gefallen, die Mall nach so kurzer Zeit wieder zu verlassen, das könnt ihr mir glauben.

Ohne Rückweg erstreckt sich meine Route über eine Distanz von mehr als 7 km, mein planlosses Herumirren mal abgezogen. Aber ich bin gar nicht so viel herumgeirrt, die wichtigsten Sehenwürdigkeiten sind alle mit Wegweisern sehr gut ausgeschildert. Einen groben Plan sollte man allerdings trotzdem haben. Den Rückweg zum Hauptbahnhof bin ich an der Spree entlang gegangen. Hätte es nicht so gestürmt, wäre ich sicherlich ein bißchen langsamer geschlendert und hätte es noch mehr genießen können.

Aber jetzt kurz zu den Hotspots, die man sich unbedingt ansehen sollte und den wichtigsten Kurzinfos dazu (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Wikipedia für die vielen interassanten und hilfreichen Informationen):

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  • Bundeskanzleramt (oben rechts): Seit 2001 dient ein von Axel Schultes entworfener Neubau im Berliner Spreebogen, durch den Platz der Republik vom Reichstagsgebäude getrennt, als Behördensitz. Derzeit beschäftigt das Kanzleramt rund 600 Mitarbeiter bei einem aktuellen Jahresetat von rund 2,9 Milliarden Euro.
  • Reichstagsgebäude (unten links): Am 5. Dezember 1894 wurde der Reichstag fertiggestellt. Die Baukosten betrugen 24 Millionen Mark (inflationsbereinigt in heutiger Währung rund 165 Mio Euro). Sie wurden aus den Kriegsentschädigungen beglichen, die Frankreich nach dem verlorenen Krieg von 1870/1871 zu zahlen hatte. Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude verhüllten den Reichstag vom 24. Juni bis zum 7. Juli 1995 vollständig mit silberglänzendem, feuerfestem Gewebe. Die Resonanz in den internationalen Medien machte das Reichstagsgebäude weltweit bekannt.
  • Denkmal für die ermordeten Juden Europas (links oben): Das Mahnmal, das von Peter Eisenman entworfen wurde, besteht aus 2711 quaderförmigen Beton-Stelen. Es wurde zwischen 2003 und Frühjahr 2005 auf einer rund 19.000 m² großen Fläche südlich des Brandenburger Tors errichtet. Es ist seit dem 12. Mai 2005 öffentlich zugänglich. Im ersten Jahr kamen über 3,5 Millionen Besucher. Für den Bau des Denkmals wurden 27,6 Millionen Euro aus Mitteln des Bundeshaushalts ausgegeben.
  • Sony Center (rechts unten): In einem der futuristischen sieben Gebäude befand sich ursprünglich die Europazentrale von Sony. Den Kern des Sony Centers bilden die erhaltenen Teile des historischen Hotels Esplanade. Der Kaisersaal mit seinen 1300 Tonnen Gewicht wurde in einem komplizierten Verfahren um 70 Meter verschoben, um die Verbreiterung der Potsdamer Straße für das geänderte Verkehrsaufkommen zu ermöglichen. Bei einem weiteren Teil des ehemaligen Hotelgebäudes handelt es sich um den Frühstücksraum, der ebenfalls aufgrund von Auflagen des Denkmalschutzes zu erhalten war. Dieser Raum ist in etwa 500 Teile zerlegt worden und später mit dem verschobenen Kaisersaal an neuer Stelle im Sony-Center wieder aufgebaut worden.

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  • Checkpoint Charlie (oben links): Der Checkpoint Charlie war einer der Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 infolge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals, der Sowjetischen Militärverbindungsmission und ausländischer Dilomaten erfassen zu können.
  • Mall of Berlin (oben rechts): Das Grundstück mit dem Einkaufszentrum und den rund 270 Ladengeschäften sowie dem größten Gastronomiebereich (Food-Court) Berlins wurde seit Frühjahr 2011 bebaut. Außerdem wurden rund 30.000 Quadratmeter Flächen für 170 Mietwohnungen und ein Hotel in dem Genäudekomplex untergebracht. Das Projekt war mit Baukosten von 800 Millionen Euro angesetzt. Im Frühjahr 2012 sackte auf der Baustelle Erdreich im Bereich des Tunnels der darunterliegenden U-Bahn-Linie U2 ab. Der U-Bahn-Verkehr musste aus Sicherheitsgründen mehrere Monate unterbrochen werden. Seit dem 25. September 2014 ist das Einkaufszentrum für die Öffentlichkeit geöffnet. In dem Zentrum bieten 270 Geschäfte auf über 76.000 m² ihr Angebot an.
  • Gendarmenmarkt (unten rechts): Der rund 3,3 Hektar große Platz liegt inmitten des auf dem Reißbrett geschaffenen Stadtviertels Friedrichstadt. Der Gendarmenmarkt ist ein Platz in der historischen Mitte von Berlin und gilt gemeinhin als „schönster Platz Berlins“. Im Zentrum befindet sich das ehemalige Königliche Schauspielhaus (seit 1994 Konzerthaus Berlin), das an der Südseite vom Deutschen Dom und an der Nordseite vom Französischen Dom flankiert wird.
  • Alexanderplatz (unten links): Der Alexanderplatz liegt am nordöstlichen Rand der historischen Mitte von Berlin. Der rechteckige Platz erhielt 1805 nach dem russischen Zaren Alexander I. seinen heutigen Namen. Im Berliner Volksmund wird er meist nur „Alex“ genannt. Der zu Beginn der 1930er Jahre umgestaltete Platz sowie ein Großteil der umliegenden Bebauung erlitten im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Luftangriffe erhebliche Zerstörungen. Mit täglich mehr als 360.000 Passanten war der Alexanderplatz 2009 der viertbeliebteste Platz in Europa und ist laut einer Studie die meistbesuchte Gegend Berlins.

Fazit aus meinem Besuch in der Hauptstadt

Berlin muss man gesehen haben, ABER man sollte mehr Zeit mitbringen. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich in Berlin gewesen bin. Das nächste Mal aber wohl eher in einer etwas einladenderen Jahreszeit. Ich möchte mich auch noch bei meiner Cousine für die vielen Insidertipps bedanken und für den schönen Abend 😊 Das schreit nach Wiederholung.

Ick liebe dir Berlin

6 Gedanken zu „Berlin an einem halben Tag“

  1. Ein sehr straffes Programm. Das war ja schon japanisch. Hin schnell ansehen, fotografieren und weiter. Ich war damals in Berlin als der Reichstag verhüllt war. Extrem beieindruckend. Vielleicht find ich noch ein Foto, was Du dann gern verwenden kannst.

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    1. Oh ja, das würde ich gern mal sehen, kenne nur die Bilder aus dem Fernsehen. Auf jeden Fall habe ich die Zeit in Berlin effektiv genutzt 😁

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      1. Ja, das ist wirklich toll, drum auch die Wiederholung…..http://www.ritzcarlton.com/en/hotels/germany/berlin/dining/the-lounge – ansonsten konnten sie den alten Markennamen nicht mit Leben erfüllen, da hatte ich das kleine bissel mehr erwartet. Aber es gehört eh alles zur Marriot Kette und die haben ja gleich um die Ecke ein weiteres Hotel – da bin ich auch direkt am Potsdamer Platz und kann meine zwei geplanten Sachen schön erreichen.

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