Kerstin unterwegs

Ski Heil! – Mein Reisetagebuch

Skifahren in St. Johann – Wagrain – Flachau

Für den anstehenden Ski-Trip in die Alpen habe ich mir fest vorgenommen, ein Reisetagebuch zu führen und zwar so, dass jeden Abend ein brandaktueller Beitrag online geht. Den findet ihr dann jeweils genau hier, wenn ihr weiter nach unten scrollt. Ich hoffe, das gelingt mir und ich bin abends nicht so k. o., dass ich tot ins Bett falle. Aber eigentlich bin ich gut vorbereitet, habe durch Joggen meine Kondition trainiert und mittels Kräftigungsübungen die Muskulatur aufgebaut. Ich würde jedem von euch raten, nicht ganz unfit in den Winterurlaub zu fahren. Das bereut man nämlich sonst ganz schnell in Form von übelstem Muskelkater. Außerdem ist die Verletzungsgefahr viel größer und schließlich will man nicht nur am ersten Tag Spaß auf der Piste haben.

Hier schon mal einen Überblick zum Skigebiet (Pistenplan): https://www.bergfex.at

Gute Unterhaltung mit meinem Reisetagebuch! Es würde mich echt freuen, wenn ihr mich auf meinem Trip begleitet 🙂

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Damit der Urlaub perfekt wird, ist eine optimale Vorbereitung das A und O. Und was ist schlimmer als etwas wichtiges zu vergessen?! Also habe ich mir wie fast immer eine Packliste gemacht, dieses Mal in digitaler Form, damit auch ihr davon profitieren könnt.

Hier als PDF zum Download: Packliste_Winterurlaub

Fällt euch noch etwas ein, dass ich vergessen habe?

Keep calm and go skiing!

Tag 1 – Anreise

Abfahrt war heute Morgen punkt 8 Uhr. Nach einer staufreien Autofahrt und einem kurzen Zwischenstopp bei Mc Donalds in Merklingen – dort bin ich mittlerweile irgendwie schon Stammkunde – erreichten wir gegen 13:30 Uhr das kleine Skigebiet in Oberaudorf: http://www.hocheck.com. Die Parkplatzsuche gestaltete sich dort etwas schwierig, da alles sehr verwinkelt ist. Schließlich haben wir auf halber Höhe des Berges doch noch eine schöne breite Parklücke gefunden.

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Das Skigebiet Hocheck in Oberaudorf besteht im Prinzip nur aus einem 4er Sessellift (dem Hocheck-Express, der Name verspricht mehr als er hält) und mehreren kleinen Schleppliften. Die rote Abfahrt ist dennoch relativ lang und in Teilen auch etwas anspruchsvoller. Wie man auf dem Foto erkennen kann, war das Wetter so mäßig gut, aber die Piste selbst nachmittags noch in einem Top-Zustand. Immerhin hatte man freie Sicht und eigentlich angenehme Temperaturen von ca. – 2°C. Da ich aber auf der ganzen Autofahrt schon kalte Füße hatte, da die Heizung wohl kaputt ist 😔, habe ich natürlich trotzdem gefroren. Ich bin eben eine kleine Frostbeule. Jedenfalls habe ich den ersten Tag auf Skiern sturzfrei überstanden, Spaß gehabt, mich nicht gleich überanstrengt und mir Lust auf mehr geholt.

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Erlebnisberg Oberaudorf

Die restliche Fahrt bis zum eigentlichen Ziel – St. Johann im Pongau – hat sich dann leider sehr in die Länge gezogen, da wir Mautstraßen gemieden haben. Was aber nicht zu übersehen war: hier gibt es jede Menge Schnee. So viel Schnee habe ich vermutlich noch nie zuvor gesehen. Ich möchte nicht wissen, wie es hier vor ca. 1 Woche ausgesehen hat, welche chaotischen Zustände hier wohl geherrscht haben.

Da ich nach der langen Autofahrt und der sportlichen Aktivität heute doch sehr müde bin, mache ich jetzt Schluss!

Tag 2 – Skifahren in St. Johann-Alpendorf

Nachdem ich heute Nacht unbedingt das Spiel der New England Patriots (NFL) schauen musste, habe ich heute Morgen gleich mal verschlafen. Macht aber nichts, Frühstück gab es trotzdem noch. Frisch gestärkt ging es auf zur Talstation St. Johann-Alpendorf. Die größte Überwindung kostet es mich immer wieder, in die Gondel einzusteigen. Das macht mit Höhenangst einfach keinen Spaß. Muss aber sein, schließlich will ich ja nicht den Berg hochlaufen.

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Leider hat sich die Sonne heute mal wieder nicht gezeigt. Vielleicht beglückt sie uns morgen mit ihrer Anwesenheit. Vor allem wegen der Fotos wäre es schön, wenn zumindest ein paar Stunden sonnig wäre. Aber wir wollen nicht meckern, es war wenigstens nicht eisig kalt, es hatte zwischen – 2°C und – 6°C je nachdem auf welcher Höhe wir uns befanden. Die Sicht war ebenfalls ganz OK. Und das Skigebiet finde ich einfach großartig. Es hat Pisten in allen Schwierigkeitsgraden. Die einzelnen Skigebiete sind miteinander verbunden, so dass man wahnsinng viele Möglichkeiten hat sich auszutoben. Natürlich gibt es auch einen Funpark, eine Speedstrecke und einen Parcours für die ganz kleinen. Den Funpark habe ichdieses Mal ganz bewusst gemieden, es reicht wenn mein Handy im Flugmodus ist 😉

So wurde selbst der zweite Tag ohne Sturz gemeistert, obwohl ich mich auch auf einen schwarzen Pistenabschnitt gewagt habe. Zwischenzeitlich sind wir auf Onkel Tom´s Hütte eingekehrt, um neue Kräfte zu sammeln und eine leckere heiße Schokolade mit ganz viel Sahne zu genießen. An dieser Stelle möchte ich unserem Nachbarland mal ein großes Kompliment aussprechen. Die Österreicher sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und sehr ordentlich. Die Toiletten beispielsweise werden sehr sauber gehalten, so dass man sich einfach wohlfühlen muss.

Ich bin schon gespannt auf morgen, wenn wir die Pisten in Flachau unsicher machen.

Tag 3 – Hermann-Maier-Weltcupstrecke

Am 3. Tag war es nun endlich so weit. Es stand die Abfahrt auf meiner absoluten Lieblingspiste bevor: der Hermann-Maier-Weltcupstrecke. Das ist eine mit der Kategorie „rot“ gekennzeichnete Skipiste in Flachau. Sie hat eine Streckenlänge von 637 m und überwindet einen Höhenunterschied von 191 m. Es ist keine einfache Piste, aber dennoch, für mittelmäßige Skifahrer wie mich, gut zu bewältigen. Ich bin jetzt das zweite Mal in Flachau und damals war es schon Liebe auf den ersten Blick.

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Und was gehört außer Top-Pisten noch zu einem perfekten Skitag? Genau, die Sonne! Die zeigte sich heute, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, den ganzen Tag über. Einen Wermutstropfen gab es am heutigen Tag trotzdem: die Bundesstraße zwischen St. Johann und Wagrain ist gesperrt, so dass es auf direktem Weg nicht möglich war, mit dem Auto bis nach Wagrain zu fahren und von dort aus zu starten. Also mussten wir diese Strecke eben mit Skiern über die Berge zurücklegen. Das Skigebiet Wagrain ist mit Flachau über den sogenannten G-Link (https://www.snow-space.com), eine Pendelbahn für 130 Personen, verbunden. So kann man mit einem Skipass gleich 3 Skigebiete auf einmal nutzen. Ab Talstation St. Johann/Alpendorf bis nach Flachau sollte man je nach Tempo und Besucheranzahl ca. 1 1/2 Stunden einkalkulieren.

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Für Skineulinge würde ich das allerdings nicht empfehlen, da Wagrain und auch Flachau doch überwiegend aus roten Pisten bestehen. Bei gutem Wetter ist das Alpenpanorama einfach unbeschreiblich schön. Und was ich persönlich auch ganz toll finde, fast alle Sessellifte sind beheizt 🙂

Morgen steht das gleiche Programm nochmals an. Mal schauen, ob ich noch etwas neues erwähnenswertes entdecke …

Tag 4 – Noch mehr Schnee

Als hätte es noch nicht genug Schnee … heute Nacht sind doch tatsächlich nochmal ein paar Zentimeter dazugekommen. Da die Pisten meistens noch am Abend frisch präpariert werden, lag so heute Morgen eine Schicht Neuschnee auf den Abfahrten. Spätestens nachdem die ersten Snowboarder die Pisten hinuntergejagt sind, ist der schöne Neuschnee zu Schneehaufen zusammengeschoben. Das hat das Skifahren heute extrem mühsam gemacht und ich hatte ohnehin schon schwere Beine. Eigentlich wollte ich in der Früh zuerst gar nicht aufstehen. Ich habe mich gefühlt, wie bei einem Anflug leichter Winterdepression. Jetzt ratet mal, was das Thema im Morgenmagazin war? – Genau, Winterdepression! 😂

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Sankt Johann im Pongau

Ansonsten ist auf der Piste nicht viel Neues passiert, daher nutze ich den heutigen Bericht, um über unsere Pension „Das Martell“ zu schreiben: https://www.dasmartell.at/

Alle Fakten zur Pension findet ihr auf der Homepage und sämtliche Bewertungen beipielsweise bei „holidaycheck“. Aber bei meiner Bewertung könnt ihr euch sicher sein, dass nichts gefaked ist. Ich bin bisher hier bei Familie Martell sehr zufrieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aus meiner Sicht unschlagbar, die Zimmer sehr sauber und gepflegt und alle sehr nett und zuvorkommend. Das Essen ist wirklich gut, allerdings gibt es keine Gerichte zur Auswahl. Wenn man etwas nicht isst, so sollte man dies möglichst frühzeitig bei Familie Martell vormerken lassen. Noch ein weiterer kleiner Kritikpunkt: es gibt kein Rührei zum Frühstück. Das war für mich eine mittelgroße Enttäuschung. Aber ich nenne das mal Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt bin ich hier äußerst glücklich und zufrieden.

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Jukebox im Speisesaal von „Das Martell“

Nun naht das Ende des Skiurlaubs, denn morgen ist leider schon der letzte Tag 😦

Tag 5 – Leider geht es schon wieder heim

Der letzte Tag ist angebrochen, also hieß es zum allerletzten Mal: der Berg ruft! Das schlechte Wetter – Temperaturen unter -10°C, leichter Schneeschauer und Nebel – haben die Motivation etwas gedämpft. Nichtsdestotrotz war es die letzte Chance zum Skifahren, die wir bis zur letzten Minute ausgekostet haben. Danach war ich aber wirklich mit den Kräften am Ende.

Am Ende des Skitages stand die lange Rückfahrt an, so dass wir schließlich erst um 23:30 Uhr zu Hause eingetroffen sind.

Fazit

Das zusammenhängende Skigebiet St. Johann/Wagrain/Flachau ist und bleibt eines meiner Lieblingsskigebiete: https://www.snow-space.com

Die Pisten dort sind genau auf mein Können (oder nicht Können 🤔?) zugeschnitten. Es gibt unzählige gemütliche Skialmen mit stattlichen allerdings nicht maßlos überteuerten Preisen, das gleiche gilt für die Skipasspreise. Aber Skifahren ist nun mal kein billiges Hobby.

Unsere Unterkunft „Das Martell“ kann ich ebenfalls guten Gewissens weiterempfehlen. Es wurde alles frisch renoviert und befindet sich dementsprechend in einem Top-Zustand. Beim Essen war zwar die Auswahl nicht groß, aber dafür hat es wirklich gut geschmeckt.

Jedenfalls habe ich mich wunderbar erholt, habe den Kopf frei bekommen, mich ausgepowert und kann’s kaum erwarten, bis der nächste Skiurlaub ansteht.

Paradise doesn’t have to be tropical!

2 Gedanken zu „Ski Heil! – Mein Reisetagebuch“

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