Sport

Sport im Freien bei kalten Temperaturen

– worauf zu achten ist

Manch einer verweigert es ganz, sich im Winter bei kalten Temperaturen im Freien sportlich zu betätigen. Aber ich sage euch, ihr verpasst so viel. Es gibt nichts schöneres als beispielsweise im Schnee durch die Winterlandschaft zu joggen. Sicherlich gibt es auch Tage, an denen es kalt, windig und dazu sogar noch nass ist. Doch selbst dann tut Sport im Freien gut, wenn man sich ordentlich eingepackt hat. Hat man sich erst einmal aufgerafft, wird man es hinterher sicherlich nicht bereuen, ganz im Gegenteil: frische Luft und Bewegung sorgt bei mir stets für gute Laune … und die lasse ich mir von keinem Wetter vermiesen.

Aber wie schaffe ich es, mich selbst bei ekligem, unangenehmen Wetter aufzuraffen? Ich gebe zu, ich bin wirklich ein sehr disziplinierter Mensch, wenn ich mir etwas vorgenommen habe, wird das auch durchgezogen. Allerdings ist bei mir mittlerweile ein gewisser Rhythmus und eine gewisse Routine eingekehrt, da ich regelmäßig, d. h. mindestens 2 mal pro Woche joggen gehe. Dass ich Fußball spiele, trägt sein Übriges dazu bei, da das schließlich auch bei jedem Wetter stattfindet. Nichtsdestotrotz habe ich ein paar Tipps für euch, durch die ihr es vielleicht selbst im Winter mal vor die Tür wagt.

Wie kann ich mich dazu motivieren, im Winter im Freien Sport zu machen?

  1. Das einfachste Mittel ist immer noch, es nicht allein zu tun. Verabredet euch mit Freunden! Zum einen macht Sport gemeinsam mehr Spaß und außerdem lässt sich so der innere Schweinehund leichter überwinden.
  2. Legt euch bereits am Morgen das Sportoutfit bereit oder nehmt die gepackte Sporttasche mit ins Auto, so könnt ihr direkt nach Feierabend loslegen, ggf. noch bevor es dunkel ist. Wenn man trotzdem kneift, ist das schlechte Gewissen hinterher umso größer. Wollt ihr das wirklich?
  3. Bündelt eure ganze Willenskraft, wenn man sich erst einmal aufgerafft hat, geht der Rest meist von ganz allein. Denkt schon vor dem Sport an das stolze zufriedene Gefühl, dass ihr hinterher haben werdet. Das verleiht zusätzliche Motivation.
  4. Sorgt für Abwechslung! Lauft ihr z. B. immer dieselbe Strecke, wird das auf Dauer langweilig, also die Strecke auch mal variieren. Variation ist bei jedem Trainingsprogramm wichtig, bei dem sich eine gewisse Routine einschleicht.
  5. Bevorzugt ihr doch lieber das Fitnessstudio? (Klar, das ist immer noch deutlich besser als gar kein Sport zu machen. Ich will hier auch keinem das Fitnessstudio ausreden.) Aber nur durch Bewegung an der freien Natur regt ihr durch die Sonnenstrahlen die Vitamin-D-Produktion an, was zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Das ist doch ein richtig gutes Argument, oder etwa nicht?

Natürlich gibt es ein paar Dinge, die zu beachten sind, wenn man Sport bei kalten Temperaturen betreibt. Die Körper verhält sich dabei nämlich anders als etwa im Sommer. Aber entgegen der Meinung vieler, ist das nicht schädlich, wenn man dabei gewisse Dinge berücksichtigt, ganz im Gegenteil. Wie bereits erwähnt, wird dadurch die Immunabwehr gestärkt, was sogar förderlich für unsere Gesundheit ist. Und das Tageslicht wirkt einem Stimmungstief oder einer sogenannten Winterdepression entgegen.

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Was muss ich beachten, wenn ich bei kalten Temperaturen Sport betreibe?

  1. Man sollte die Sportart gemäß des eigenen Fitnesszustandes auswählen, d. h. sich nicht überfordern und lieber langsam machen. Wenn es im Sommer schon nicht so gut mit dem Joggen klappt, dann im Winter eventuell gleich auf Nordic Walking umsteigen.
  2. Im Winter ist es besonders wichtig, dass ihr euch vorher aufwärmt. Das habe ich leider auch schon zu oft vernachlässigt und die Quittung in Form einer Leistenzerrung erhalten. Die Muskeln und die Gelenke brauchen bei kalten Temperaturen deutlich länger bis sie aufgewärmt sind. Deshalb gewöhnt sie erst langsam an die Kälte und legt nicht gleich los wie ein Weltmeister.
  3. Da bei Kälte die Muskeln mehr Energie benötigen, erreicht man durch langsameres Laufen die gleiche Effizienz wie im Sommer bei schnellerem Laufen. Wundert euch also nicht, wenn euch die Bewegung im Winter schwerer fällt.
  4. Ihr solltet darauf achten, dass ihr die kalte Luft bevorzugt durch die Nase einatmet, so wird die Luft erwärmt und vorher gereinigt, bevor sie in die Bronchien gelangt. Ist die Nase verschnupft, was im Winter nicht selten der Fall ist, ist es ratsam sich ein Tuch oder einen Schal vors Gesicht zu binden.
  5. Der Körper darf im Winter nicht auskühlen, sonst wird man ganz schnell krank. Also am besten keine Pausen machen und vor allem Funktionswäsche tragen, damit die Haut durch das Schwitzen nicht feucht wird. (Ja, selbst im Winter gerät man ins Schwitzen, wenn man sich ein bisschen anstrengt.) Der Körper wird durch das Ankleiden im Zwiebelprinzip, also mehrere Lagen übereinander tragen, optimal warmgehalten. Empfehlenswert ist als Abschluss eine Funktionsjacke, die vor Wind und Regen schützt.
  6. Da die Temperaturregulierung zu fast 50 % über den Kopf geschieht, solltet ihr bei weniger als 5°C eine Mütze oder ein Stirnband tragen und bei Minustemperaturen das Gesicht, insbesondere die Nasenspitze, mit einem Schal bedecken.
  7. Da gerade Fingerspitzen und Fußzehen besonders schnell frieren, kann auch hier mit Funktionssocken (Stricksocken von der Oma tun`s eventuell auch!) und Handschuhen Abhilfe geschafft werden.
  8. Brennt euch die kalte Luft in der Lunge oder habt ihr bereits erste Anzeichen von Erfrierungen, dann bitte sofort das Training abbrechen. Man muss es schließlich nicht übertreiben.
  9. Nach dem Sport sofort ab unter die nicht zu heiße Dusche!
  10. Falls ihr euch im Dunkeln draußen aufhaltet, denkt daran, dass ihr gut sichtbar sein solltet!

Siehe hierzu auch folgende Webseite: https://www.aktivshop.de

Noch mehr Infos findet ihr auf: https://www.fitforfun.de

Oder aber kurz und bündig bei Pisa auf: https://inlovewithmyclothes.com

Und jetzt nochmal zusammengefasst, warum Sport im Freien trotz kalter Temperaturen Sinn macht:

  • Sonne tanken, um den Vorrat an Vitamin D aufzufüllen
  • um somit die Abwehrkräfte zu stärken und den Körper abzuhärten
  • Sport im Freien sorgt für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin
  • und beugt so gegen Winterdepression vor
  • Training im Winter im Freien ist effektiver
  • und es macht einfach Spaß, vor allem wenn man zur Abwechslung mal typische Wintersportarten wie Schlittschuhlaufen, Skilanglauf oder natürlich Ski alpin bzw. Snowboard ausprobiert

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Und da sind wir schon beim Stichwort „einfach mal ausprobieren“! Lasst das Fitnessstudio mal Fitnessstudio sein, packt euch warm ein und bewegt euch draußen in der Natur! Ich hoffe, ich habe euch alle Befürchtungen genommen und die Motivation geweckt. Eine Kombination zwischen Sport im Freien (2 x pro Woche) und Fitnessstudio oder Kräftigungsübungen an 2 oder 3 anderen Wochentagen wäre optimal.

Just take the first step!

 

7 Gedanken zu „Sport im Freien bei kalten Temperaturen“

  1. Ich bin total gerne im Wald unterwegs, wenn es geschneit hat oder auch früh morgens, wenn alles noch ruhig und friedlich ist. Nur bei Regen kann ich mich schlecht motivieren.
    LG Daggi

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  2. Ich jogge zwar nicht, aber ich mache Nordic Walking. Ich mache das auch gerne im Winter, aber im Moment regnet es mir zu viel.
    Danach eine nicht zu heiße Dusche? Das hätte ich nicht gedacht. Es klingt aber logisch.
    LG
    Sabienes

    Gefällt 1 Person

    1. Der Regen stört mich auch deshalb, weil ich lieber im Wald und auf Feldwegen jogge, da der Boden dort weicher ist als auf der Straße. Aber momentan versinkt man leider im Matsch 😦
      Aber es kommen auch wieder trockene Tage.

      Dir weiterhin viel Spaß und LG
      Kerstin

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