Ernährung & Gesundheit

Faszien – ein faszinierendes Netzwerk

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich mich heute ausgerechnet mit dem Thema „Faszien“ beschäftige? Ganz einfach, weil Faszien unsere Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Sie sorgen für unser physisches und psychisches Wohlbefinden sowie unsere Leistungsfähigkeit. Ist beispielsweise der Rücken verspannt oder der Nacken steif, so könnten die Faszien dafür verantwortlich sein. Da ich kürzlich gerade mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, bin ich schließlich auf dieses Thema gestoßen und fand es auf der Stelle total interessant. Und wenn ich Feuer und Flamme für etwas bin, dann will ich es natürlich sofort mit der ganzen Welt teilen. Also habe ich es direkt am nächsten Morgen bei meinem Arbeitskollegen angesprochen. Dieser machte dabei nur ein fragendes Gesicht. OK, ich habe verstanden, nicht jeder kennt Faszien, auch wenn jeder Faszien hat. Ich bin ja ehrlich, vor einem Jahr konnte ich mit dem Begriff selbst noch nichts anfangen.

Was sind Faszien? 

Faszien sind eine besondere Form von Bindegewebe, das sich von Kopf bis Fuß über den ganzen Körper erstreckt und alles zusammenhält. Sie verbinden Muskeln, Sehnen, Bänder, Kapseln, Lungenfell, Herzbeutel, usw. Das faszinale Bindegewebe ist ein Sinnesorgan für Stoffwechsel- und Regulationsprozesse sowie Propriozeption (Körperwahrnehmung) … aber andere Leute können das besser beschreiben als ich, deshalb lest am besten hier: https://whatudontseeblog.wordpress.com

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Quelle: https://www.menshealth.de

Wie funktionieren Faszien?

Da sie wie ein feines Netz über den gesamten Körper gespannt sind, können sie alle mechanischen Belastungen auffangen. Sie sind für die Kraftübertragung von Muskel zu Muskel zuständig. Dabei ziehen sie sich selbständig zusammen, speichern kinetische Energie und geben sie z. B. in Form von Sprungkraft wieder ab. Die Faszienfasern sind mit Wasser umgeben und mit einer Flüssigkeit durchtränkt. Sie ermöglichen nicht nur unsere Elastizität sondern ebenso unsere Stabilität. Die hohe Zahl von Rezeptoren in den Faszien teilt unserem Gehirn und unserem vegetativen Nervensystem jede Situation mit und begünstigen somit unsere Körperwahrnehmung.

Da die Faszien so wichtig sind, sollte man sich regelmäßig um sie kümmern und zwar in Form eines Faszientrainings. Ein abwechslungsreiches Faszientraining lindert Schmerzen, beugt Verletzungen vor und sorgt dafür, dass man sich fitter und beweglicher fühlt. Man bekommt dadurch mehr Kondition, mehr (Widerstands-)Kraft sowie eine innere Gelassenheit und sogar Glücksgefühle. Faszien sorgen dafür, dass unser Körper wohlgeformt ist. Durch adäquates Stretching wird in der Faszie eine frische und belastbare Kollagenstruktur aufgebaut. Durch dauerhaften Stress und Bewegungsmangel können die Faszien hingegen verkleben, was zu Unwohlsein, Steifheit und schließlich Schmerzen führt. Vergleichbar mit einem dauerhaft gespannten Gummiband verlieren sie ihre Flexibiltät und verhärten schließlich. Mehr dazu auf https://fitness-in-kiel.de

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Quelle: https://fitness-in-kiel.de

Bei jungen Menschen ist das Faziengewebe auch ohne Training elastisch. Mit dem Alter geht die Elastizität langsam verloren. Die Muskulatur verkürzt, wenn sie nicht gefordert wird. Dann verkümmert auch das Bindegewebe. Dem sollte man dringend entgegenwirken. Wie man das am besten tut, möchte ich euch im Folgenden näherbringen.

Fakten über Faszien

  • Sie lieben Abwechslung, daher sollte man das Faszientraining sehr abwechslungsreich gestalten.
  • Sie lieben Herausforderungen, deshalb sollte man das Training kontinuierlich steigern.
  • Beim Faszientraining sollte man darauf achten, dass die Faszien durch die Übungen sowohl Druck als auch Zug ausgesetzt sind.

4 Strategien für ein erfolgreiches Faszientraining

  • Stabilität: Das Fasziengewebe festigt sich durch den Aufbau der Muskulatur und die Muskulatur ist der Motor für die Bewegung. Also die faszialen Zentralleitbahnen stärken und somit die Kraftübertragung optimieren.
  • Elastizität: Den Katapulteffekt (explosionsartige Energieentladung wie z. B. beim Werfen) und die Bewegungsenergie sollte man effizient nutzen. Der Körper ist in der Lage sich aufzuspannen und sich wieder zu entspannen – er bleibt dadurch elastisch. Das ist wichtig für Schnellkraft und Reaktionsfähigkeit und formt gleichzeitig einen straffen Körper.
  • Geschmeidigkeit: Wichtig ist, dass die Bewegungsabläufe harmonisiert werden. Durch fließende Bewegungen schafft man größtmögliche Geschmeidigkeit und erweitert die Bewegungskompetenz. Das beugt Verletzungen vor, bringt Sturzsicherheit und ein vitales Aussehen.
  • Propriozeptive Kraft: Sie dient dazu die Eigenwahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit zu schulen. In den Faszien befinden sich viele freie Nervenendigungen, die sich durch gezielte Bewegungswahrnehmung vernetzen und so die sensorische und motorische Intelligenz verfeinern. Die propriozeptive Kraft ist also eine wichtige Grundlage für die Motorik, die emotionale Gesundheit und somit für das Sozialverhalten.

Jetzt wissen wir alle grob, was Faszien sind, wie sie funktionieren und dass sie wichtig für unsere Gesundheit sind. Im nächsten Beitrag werden wir uns dann intensiv mit dem Training der Faszien beschäftigen.

Kümmere dich um deinen Körper. Er ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.

(John Rohn)

6 Gedanken zu „Faszien – ein faszinierendes Netzwerk“

    1. Danke schön 🙂 Die Faszienrolle steht schon auf meinem Wunschzettel für Weihnachten. Dann kann ich mir bei dir mal Anregungen zu Übungen mit der Faszienrolle holen.
      LG Kerstin

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