ErnÀhrung & Gesundheit

Kampfansage an den Winterspeck

Tipps zum Abnehmen und zur besseren Gewichtskontrolle

So langsam macht sich der Herbst breit und es wĂ€chst die Sehnsucht, sich auf der Couch in eine Decke zu kuscheln und ein gutes Buch zu lesen oder sich durch den Fernseher berieseln zu lassen. Und bald steht auch schon Weihnachten vor der TĂŒr, die PlĂ€tzchennascherei geht wieder los und der Weihnachtsbraten ruft. Das sind nur zwei GrĂŒnde, warum man ĂŒber den Winter meist ein, zwei Kilo oder gar mehr zunimmt. Im Grunde genommen ist das ein ganz natĂŒrlicher nachvollziehbarer Prozess, den manch einer aber gerne vermeiden wĂŒrde. Im Herbst und Winter sind die Tage kĂŒrzer und man hĂ€lt sich weniger im Freien auf, was dazu fĂŒhrt, dass weniger vom GlĂŒckshormon Serotonin produziert wird. Also versuchen wir, uns unsere GlĂŒcksgefĂŒhle auf anderem Wege zu verschaffen und das zumeist ĂŒber das Essen. Das ist vergleichbar mit der Tierwelt, wir legen uns einen kleinen Winterspeck zu. Auch der Vorweihnachtsstress liefert seinen Beitrag zur Gewichtszunahme. Die Stresshormone im Blut steigen an und bremsen den Fettstoffwechsel. Eigentlich nicht schlimm, da man im Winter weite Pullis tragen kann und den Winterspeck somit gut kaschiert. Aber im FrĂŒhjahr will der Winterspeck von alleine einfach nicht wieder verschwinden.

Endlich bin ich den Winterspeck los. Habe jetzt FrĂŒhlingsrollen 😊

Wenn wir das nicht akzeptieren wollen, vor allem wenn es nicht bei den ein, zwei Kilos bleibt, gibt es im Herbst ein paar Dinge, die zu beachten sind, damit man sein Gewicht auch ĂŒber den Winter leichter halten kann:

  • Öfter nach draußen an das Tageslicht gehen. Selbst wenn die Sonne nicht scheint, ist das Licht ausreichend fĂŒr die Produktion von Serotonin.
  • Mehr Trinken anstatt essen. Oft vergeht der Hunger dadurch vorĂŒbergehend.
  • Und natĂŒrlich gegen die Bequemlichkeit ansteuern und bewegen, egal ob drinnen oder draußen.

Aber nicht nur im Herbst und Winter kĂ€mpfen viele von uns gegen die Pfunde an. Jetzt fragt sich mancher von euch vielleicht, warum ausgerechnet ich mich mit diesem Thema beschĂ€ftige. Sicherlich habe ich das GlĂŒck schlank zu sein, auf der anderen Seite tue ich aber auch etwas dafĂŒr. Ich achte immer mehr auf meine ErnĂ€hrung und treibe seit eh und je regelmĂ€ĂŸig Sport. Außerdem wiege ich mich nahezu jeden Tag, so dass ich mein Gewicht unter Kontrolle habe und sofort gegensteuern kann, wenn es in die falsche Richtung geht. Aus meiner Sicht ist es einfacher, sein Gewicht zu halten – d.h. es pendelt zwischen ± 1 Kilo – als plötzlich 5 Kilo abnehmen zu mĂŒssen. Mir ist natĂŒrlich bewusst, dass es ein langer schwieriger Weg sein kann, um erst einmal auf sein Traumgewicht zu kommen, gerade wenn man deutlich davon entfernt ist. Und ich habe riesen Respekt vor jemand, der das in Angriff nimmt und wirklich bis zum Ziel durchhĂ€lt.

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Ich selbst bin zwar nie dick gewesen, aber es gab eine Zeit, da war ich ein paar Kilo schwerer und ĂŒberhaupt nicht glĂŒcklich damit. Ich war damals noch relativ jung und wollte innerhalb kĂŒrzester Zeit ca. 5 Kilo verlieren. Also habe ich mein tĂ€gliches Essen auf einen Joghurt und ein halbes Butterbrot beschrĂ€nkt und habe zusĂ€tzlich tĂ€glich Sport gemacht. Wir hatten die Chance ĂŒber den Verein in der Winterpause kostenlos ins Fitnessstudio zu gehen. Die habe ich genutzt. Tja und nach etwa 2 Wochen bin ich dann im Fitnessstudio zusammengeklappt. Das war definitiv keine DiĂ€t-Option, man tut seinem Körper auf diese Weise nichts Gutes. Ich hatte zwar die Disziplin durchzuhalten, war aber vollkommen naiv und habe nicht darĂŒber nachgedacht, was ich mir selbst damit antue. Damals war das tĂ€gliche Wiegen schon krankhaft und hat mich dermaßen unter Druck gesetzt. Heute ist das tatsĂ€chlich eine reine Kontrolle fĂŒr mich und ich komme gut klar damit, ohne mich damit zu stressen.

Ein bisschen habt ihr vermutlich bereits rausgehört, was Sinn macht beim Abnehmen und was man lieber unterlassen sollte. Aber ich wĂŒrde euch gerne trotzdem noch weitere Tipps mit auf den Weg geben. Wie gesagt, auch ich muss stets auf mein Gewicht achten. Insbesondere jetzt, wo ich in ein Alter komme, bei dem sich der Stoffwechsel umstellt. Momentan bin ich stolz darauf, so wie ich bin und fĂŒhle mich absolut fit und ich habe nicht das GefĂŒhl, das ich deshalb stĂ€ndig auf etwas verzichten mĂŒsste.

  1. Langsamer Gewichtsverlust

Bei einer DiĂ€t ist es ratsam nicht gleich zu viel zu wollen. Diese Erfahrung habe ich – wie bereits erwĂ€hnt – am eigenen Leib erfahren, wobei bei mir glĂŒcklicherweise der JoJo-Effekt ausblieb. Ein Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 Kilo pro Woche ist optimal und am nachhaltigsten. Wichtig ist aber auch, dass ihr euch genaue Ziele definiert, worauf ihr hinarbeiten könnt und die hoffentlich zu einem Erfolgserlebnis fĂŒhren.

  1. Keine Verbote

Wenn ihr euch beispielsweise die Vorgabe macht, komplett auf Schokolade zu verzichten, lĂ€sst der Heißhunger nicht lange auf sich warten. Das ist also kontraproduktiv. SchrĂ€nkt lieber die Portionen ein und belohnt euch z. B. mit zwei SchokoladenstĂŒckchen fĂŒr ein gelungenes Workout. Wenn ihr nĂ€mlich zu streng zu euch seid, ist die Gefahr sehr groß, dass ihr frĂŒh oder spĂ€ter hinschmeißt.

  1. (Ess-)Gewohnheiten Àndern

Wichtig ist die Einnahme von regelmĂ€ĂŸigen Mahlzeiten, d.h. morgens, mittags und abends jeweils eine grĂ¶ĂŸere Mahlzeit essen. Das tĂ€gliche FrĂŒhstĂŒck vermeidet bspw. ein Leistungstief und den gefĂŒrchteten Heißhunger. Achtet trotzdem darauf, dass ihr euch nicht einseitig ernĂ€hrt. Der Körper muss auch bei einer DiĂ€t mit allen wichtigen NĂ€hrstoffen versorgt werden. Zu empfehlen ist kalorienarmes Essen, das satt macht. Dazu gehören HĂŒhnerfleisch, Fisch, Milchprodukte, Salat, GemĂŒse und Obst. Die Chips abends vor dem Fernseher sollten weg bleiben, funktioniert bei mir auch nicht immer 😉 Vielleicht nicht alle Gewohnheiten von heute auf morgen umstellen, sonst besteht die Gefahr von Entgiftungserscheinungen. Als allererstes am besten mal die EssensvorrĂ€te unter die Lupe nehmen und Kalorienbomben aussortieren und dafĂŒr nach gesunden Alternativen suchen.

  1. Essauslöser identifizieren

Habt ihr euch schon mal Gedanken darĂŒber gemacht wann und warum ihr esst? Ausschließlich dann, wenn ihr Hunger habt oder auch aus Stress oder Langeweile? Dann solltet ihr dem Verlangen nach Essen entgegenwirken, am besten durch Bewegung oder mit einer anderen TĂ€tigkeit, die euch ablenkt.

  1. RegelmĂ€ĂŸige Bewegung

Somit sind wir auch schon bei einem ganz wichtigen Punkt angekommen, der regelmĂ€ĂŸigen Bewegung. Wenn die Zeit fĂŒr den tĂ€glichen Sport nicht reicht, geht nach dem Mittagessen in der Pause eine Runde spazieren, nehmt die Treppen anstatt den Aufzug, innerorts mal an das Fahrrad denken, wenn kleinere Besorgungen zu erledigen sind usw. Es gibt viele Arten von Bewegung, die ganz einfach in den Alltag zu integrieren sind.

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Letztendlich steht und fĂ€llt alles mit der Motivation. Ihr selbst mĂŒsst euch fĂŒr eine DiĂ€t entscheiden, ihr mĂŒsst es unbedingt wollen, nur dann kann es auch gelingen. Und ihr mĂŒsst euch permanent vor Augen halten, warum ihr es wollt. Am besten ihr pinnt euch Bilder eures Traumkörpers oder Vorbilds auf ein Vision Board oder vielleicht ein Bild von frĂŒher, auf dem ihr noch rank und schlank ward. Das sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Motivation. Meine beiden Artikel Ich bin doch nicht aus Zucker und Zucker – Teil II geben euch weitere Hinweise fĂŒr Dickmacher und worauf ihr lieber verzichten solltet. Meine Reduktion des Zuckerkonsums hat zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme von immerhin 2 Kilo gefĂŒhrt und ich musste dafĂŒr auf gar nicht so viel verzichten.

Wenn du keine Lust hast, immer wieder von vorne anzufangen – dann gib niemals auf!

Am allerwichtigsten ist aber aus meiner Sicht, dass man sich selbst leiden kann und eine positive Beziehung zu seinem Körper hat. Außerdem sollte man immer an seine Gesundheit denken … und wie schade es ist, wenn man aufgrund seines Gewichts und den Folgen aufgrund von Übergewicht in seinen TĂ€tigkeiten eingeschrĂ€nkt ist.

Wenn ihr nach Tipps sucht, wie man eine DiÀt am besten durchhÀlt, dann lest direkt weiter in meinem Folgebeitrag Nicht aufgeben bis die Kilos purzeln!

Ein Gedanke zu „Kampfansage an den Winterspeck“

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