Selbstmanagement

Nie wieder Geldsorgen – 4 Schritte wie man vorbeugen kann

Mir ist bewusst, dass nicht jeder gut mit Geld umgehen kann bzw. dass es bei vielen Menschen jeden Monat einfach ganz schön knapp ist. Ich selbst hatte noch nie Geldprobleme, da ich meinen Lebensstandard immer dem mir zur Verfügung stehenden Budget angepasst habe. Deshalb würde ich euch heute gerne ein paar Tipps mit auf den Weg geben, dass es in Zukunft auch bei euch mit dem lieben Geld klappt und ihr keine Geldsorgen mehr haben müsst. Denn Geldsorgen verursachen Stress und wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, weiß wozu Stress führt und warum wir permanenten Stress unbedingt vermeiden sollten.

Schritt 1: Ist-Analyse

Als ersten Schritt müsst ihr euch selbst analysieren.

Was sind eure Bedürfnisse, wie sehen eure Lebensumstände aus und wie gestaltet sich eure derzeitige finanzielle Situation?

Mit Selbstanalyse meine ich in diesem Fall: was ist euch in eurem Leben wichtig, wofür seid ihr bereit Geld auszugeben, auf was könnt ihr nicht verzichten? Aber seid ehrlich zu euch selbst. Es ist ein Unterschied ob man auf etwas nicht verzichten will oder nicht verzichten kann. Bei mir persönlich ist „Sky“ ein ganz gutes Beispiel. Natürlich könnte ich theoretisch auf Pay-TV verzichten, aber die Spiele meines Lieblingsvereins sind mir so wichtig, dass ich mir diesen Luxus gönne und dafür lieber auf etwas anderes verzichte. Doch wenn das Geld knapp ist, muss man irgendwo einsparen und das bedeutet eben meistens Verzicht.

Die Lebensumstände sind selbstverständlich ebenfalls dafür verantwortlich, wie man mit seinem Geld haushalten sollte. Muss ich mich nur um mich allein kümmern oder eine ganze Familie versorgen? Bin ich Schüler, Student, Angestellter oder arbeitslos? Ist die Phase, in der ich mit meinem geringeren Budget auskommen muss nur vorübergehend? All diese Faktoren sind die Grundlage dafür, wie die nächsten Schritte angegangen werden müssen.

Zu guter Letzt müsst ihr euch eure derzeitige finanzielle Situation vor Augen führen. Seid ihr bereits verschuldet oder ist das monatliche Budget einfach nur sehr knapp? Möchtet ihr eventuell Geld für eine größere Anschaffung ansparen? Wie groß sind eure Geldsorgen bzw. wie äußern sich die Geldsorgen? Mit diesen Erkenntnissen kommen wir nun zum nächsten Schritt.

Schritt 2: Bilanz erstellen

Falls ihr es bisher noch nicht getan habt, solltet ihr ganz dringend euren monatlichen Einnahmen die regelmäßigen Ausgaben gegenüberstellen. Sind die Ausgaben höher, muss sofort nach der Ursache geforscht werden. Es gibt in diesem Fall zwei Möglichkeiten: entweder gebt ihr mehr Geld als notwendig für irgendwelchen Luxus aus, den ihr euch eigentlich gar nicht leisten könnt, oder die Einnahmen sind so gering, dass sie nie und nimmer ausreichen können. Aber nicht verzagen, es gibt fast immer eine Lösung.

Zur Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben würde ich euch unbedingt ein Haushaltsbuch empfehlen.

person holding coins

Schaut euch hierzu den Artikel Pleitegeier oder Sparfuchs an. Die Eintragungen in einem vorgefertigten Excel-Tool vorzunehmen ist wirklich sehr einfach und wird mit der Zeit zur Gewohnheit. Ich finde das mittlerweile überhaupt nicht mehr lästig und habe ausschließlich davon profitiert. Aber denkt daran, ein Monat allein ist nicht aussagekräftig genug, ihr müsst das mit dem Haushaltsbuch schon über einen längeren Zeitraum durchhalten. Korrekterweise über ein ganzes Jahr, nur so sind tatsächlich alle Ausgaben enthalten, auch welche, die nur einmal im Jahr anfallen wie z. B. die Kfz-Steuer. Wenn ihr allerdings schnell Abhilfe für eure Geldsorgen sucht, ist das natürlich nicht möglich, weil ihr kein ganzes Jahr warten könnt. Dann müsst ihr das irgendwie überschlägig ermitteln. Wichtig dabei ist, dass ihr wirklich alle Ausgaben erfasst, auch wenn mit Karte bezahlt wird oder Beträge, die per Dauerauftrag von eurem Konto abgebucht werden.

Ihr seid sicherlich überrascht über die Aufteilung eurer Geldflüsse. Doch nun habt ihr ein Bild davon, wo es klemmt und schon sind wir beim nächsten Schritt.

Schritt 3: Einsparpotenziale identifizieren

Da ihr nun eine Übersicht über eure Ausgaben ggf. in Form eines Haushalstbuches vorliegen habt, müssen diese Ausgaben nun kategorisiert werden.

Es gibt Ausgaben, die sind unumgänglich wie z. B. Miete, Strom, Versicherungen usw. Aber auch bei Strom und Versicherungen kann eingespart werden. Prüft mal, ob ein Tarifwechsel eventuell Sinn macht oder ob eine geänderte Zahlungsweise (jährlich, quartalsweise oder monatlich) günstiger ist. Dann gibt es Ausgaben, die zwar ebenfalls unvermeidbar sind, aber auf die man mehr Einfluss nehmen kann. Ich denke da z. B. an Nahrungsmittel oder Kleidung. Wie man hierbei sparen kann und noch weitere Spartipps findet ihr unter Sparen ohne Verzicht. Und nun die letzte Kategorie: eure Luxusgüter und Ausgaben für Freizeitunterhaltung. Normalerweise verbirgt sich hier das größte Einsparpotenzial, allerdings geht das nicht, ohne auf etwas zu verzichten, das ihr lieb gewonnen habt. Hier wieder das Beispiel, das ich anfangs erwähnt habe: Sky! Der Pay-TV-Anbieter ist absolut nicht überlebensnotwendig, auch wenn sich das für mich manchmal so anfühlt … oder brauche ich unbedingt das fünfte Paar Sneaker für 100 €?

Selbst wenn es schwerfällt, muss man anfangen, sich irgendwo ein bisschen einzuschränken. Es ist erwiesen, dass die meisten Menschen, die zu viel Geld ausgeben, sich entweder ein zu teures Zuhause oder ein zu teures Auto leisten oder zu viel Geld für die Unterhaltungsbranche ausgeben (dazu fällt mir spontan der wohnzimmerwandgroße Fernseher mit brandneuer Spielekonsole ein).

Alternativ gäbe es die Möglichkeit die Einnahmen zu erhöhen. Hierbei kommt schnell die Frage auf: was ist euch wichtiger – Geld oder Freizeit? Das muss jeder für sich ganz individuell entscheiden.

Vermeidet auf jeden Fall unnötige Strafzahlungen durch nicht rechtzeitiges Bezahlen von Rechnungen oder Überziehen eures Kontos.

Schritt 4: Geldreserven einplanen

Habt ihr es geschafft, durch die Schritte 1 bis 3 euer monatliches Budget ausgeglichen zu gestalten, habt ihr an eines noch nicht gedacht: an den Notfall, wenn z. B. Waschmaschine, Kühlschrank oder Auto kaputtgehen. Was dann?

Das heißt, ihr müsst jeden Monat Überschuss erwirtschaften, so dass ihr einen gewissen Geldbetrag beiseitelegen könnt und somit Geldreserven aufbaut.

Das gleiche gilt für einen geplanten Urlaub, rechtzeitig mit Sparen beginnen!

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Außerdem ist zu beachten, dass nicht jeden Monat die gleichen Ausgaben anfallen. Bei mir wird beispielsweise im Januar ein großer Batzen Geld für die Kfz-Versicherung und sonstige jährliche Ausgaben abgebucht. Hierfür verwende ich in weiser Voraussicht mein Weihnachtsgeld (13. Monatsgehalt), das dann natürlich für nichts anderes eingeplant werden darf. Deshalb ist es wichtig, das Haushaltsbuch über ein ganzes Jahr zu führen.

Ein weiterer Hinweis für euch, denkt bereits heute an eure Altersvorsorge, auch wenn das noch ewig weit enfernt erscheint. Sonst seid ihr spätestens im Alter von der Armut betroffen.

Sollte es nicht möglich sein, Geldreserven aufzubauen, dann müsst ihr nochmals eure Ausgaben überdenken. Eventuell bezahlt ihr viel zu viel für die Miete, dann wäre es an der Zeit, über einen Umzug nachzudenken. Ihr müsst in diesem Fall euren Lebensstandard euren Einnahmen anpassen oder die Einnahmen dem Lebensstandard, was ich für wesentlich schwieriger halte.

Bleibt am Ende so viel übrig, dass ihr euch finanziell nicht eingeschränkt fühlt (best case) und bereits Geldreserven eingeplant habt, dann denkt über eine vernünftige Investition nach. Denn eines ist klar, unterm Kopfkissen ist das Geld nicht gut aufgehoben.

Letztendlich möchte ich euch noch mit auf den Weg geben:

Ändert etwas an eurer finanziellen Situation, jammert nicht nur und schaut auch nicht neidisch auf die anderen, denn

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

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