Selbstmanagement

DIY: Mein ganz persönlicher Kalender

In letzter Zeit habe ich viel über das sogenannte Bullet Journal gelesen. Ich muss gestehen, dass ich bis vor kurzem noch nie davon gehört hatte. Erst durch das Stöbern in anderen Blogs bin ich darauf gestoßen und irgendwie daran hängen geblieben. Zuerst dachte ich, das ist genau das richtige für mich: Kalender, Tagebuch, To-do-Liste, Timer, Planer, Notizbuch, alles in einem. Eigentlich echt eine tolle Sache und vor allem ganz individuell nach den eigenen Bedürfnissen gestaltbar. Ich war schon kurz davor, mein eigenes Bullet Journal zu kreieren. Nach intensiver Überlegung bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass das ziemlich viel Arbeit ist, bis das Bullet Journal soweit erstellt ist, bis ich es wirklich nutzen kann. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich die Zeit und Motivation zwischen Arbeit, Fußball, Blog und Haushalt aktuell aufbringen sollte.

Dennoch hat mich der Gedanke an das Bullet Journal nicht so richtig losgelassen. Also habe ich überlegt, ob es nicht einen Kompromiss zwischen meinem derzeitigen Kalender und Notizbuch und dem Bullet Journal gibt. Eigentlich mag ich keine halben Sachen, aber mit meiner momentanen Organisation bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Zum Beispiel tauchen meine To-dos zurzeit nur im Tageskalender (daily log) auf, d. h. mir fehlt der Überblick über einen längeren Zeitraum, wenn ich nicht ständig blättern will. Auf mein Kalenderbuch, das für das ganze Jahr 2018 gültig ist und für jeden Tag eine eigene Seite hat, will und kann ich auf keinen Fall verzichten. Zudem ist ein neuer Kalender für 2019 bereits bestellt. Das Kalenderbuch hat sich mehr oder weniger sowohl für den Beruf als auch für meinen Alltag bewährt.

Daher müsste dieser Kalender nur etwas erweitert werden, damit er meinen Ansprüchen genügt. Und dafür habe ich mir letztendlich Anregungen aus dem Bullet Journal geholt. Für alle, die nicht wissen was ein Bullet Journal ist bzw. wie es aufgebaut ist, das muss euch wirklich nicht peinlich sein, an mir ist das bisher auch vorbei gegangen. Aber wer weiß, vielleicht entdeckt ihr das Planungsinstrument gerade jetzt für euch. Daher ein paar kurze Sätze und ein paar Internetseiten zur Anregung.

Wenn ihr euch ein Bullet Journal kaufen wollt, dann kauft ihr ein leeres Notizbuch. Jawohl, ihr habt richtig gehört, ein leeres Notizbuch. Was ihr dazu noch benötigt, ist ein Stift, Kreativität und eine grobe Vorstellung, wie es später aussehen soll. Die Struktur haltet ihr im Index (Inhaltsverzeichnis) mit Topics und Seitenzahlen fest. Unverzichtbare Inhalte sind der Jahreskalender, eine Monats- und Wochenübersicht sowie der Tagesplaner. Außerdem werden im Bullet Journal neben Terminen auch Aufgaben festgehalten in Form einer To-do-Liste mit Checkboxen. Im Habit Tracker könnt ihr Aktionen nachverfolgen, wie z. B. wann ihr Sport gemacht habt. Meistens enthält das Bullet Journal eine Seite, auf der ihr eure persönlichen Ziele definiert und überprüfen könnt. Manche notieren ihre Lieblingsrezepte im Bullet Journal oder eine Packliste für den Urlaub oder einen Serientracker usw. Jeder kann es nach seinen ganz individuellen Bedürfnissen gestalten sowohl inhaltlich als auch grafisch.

Hier noch ein paar Links mit Ideen, Tipps und Erläuterungen zum Bullet Journal:

https://www.punktkariert.de

https://lilablumenwiese.com

https://editionf.com

Ich hoffe, ihr habt jetzt eine grobe Vorstellung zum Bullet Journal, Bilder dazu findet ihr zu genüge im Netz bzw. unter den o. g. Links.

Welche Anregungen habe ich mir nun aus dem Bullet Journal geklaut?

  • Urlaubskalender: Ich habe mir eine Jahresübersicht erstellt, in der ich ausschließlich meine Urlaubstage eintrage. So sehe ich auf einen Blick, wann ich Urlaub habe und wie viel Resturlaubstage mir noch bleiben. Zudem enthält der Urlaubskalender alle in Baden-Württemberg gültigen Feiertage. Die Urlaubsübersicht klebt mittlerweile auf Seite 1 und 2 in meinem Kalenderbuch.

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  • Geburtstagskalender: Wiederum in Form einer Jahresübersicht, allerdings ohne Zuordnung der Wochentage. Er enthält nur Monate und Tage, so dass er nicht jedes Jahr neu erstellt werden muss, aber natürlich jederzeit durch weitere Namen/Geburtstagskinder ergänzt werden kann. Da ich den Urlaubskalender länger als ein Jahr nutzen möchte, habe ich ihn nicht in mein Kalenderbuch geklebt sondern in mein A4 Notizbuch.

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  • Monatskalender: Enthält alle Tage eines Monats und die entsprechenden Wochentage. Der Monatskalender dient zur groben Monatsplanung ohne Details zu den einzelnen Terminen, die werden weiterhin im Tageskalender festgehalten. So habe ich aber alle wichtigen Termine auf einmal im Blick.

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  • Tageskalender/Kalenderbuch: Enthält alle Termine mit Uhrzeit, Ort und genaueren Beschreibungen, teilweise auch To-dos, wenn diese zwingend an dem jeweiligen Tag zu erledigen sind. Oft trage ich da meine grobe Büro-Tagesplanung ein, insbesondere wenn viel ansteht und wichtige Abgabetermine sind.

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  • To-do-Liste: Enthält alle Aufgaben, die in nächster Zeit zur erledigen sind, aber keinem konkreten Tag zugeordnet sind. Also Aufgaben, die ich innerhalb eines mir festgesteckten Zeitraums flexibel erledigen kann.

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Alles weitere wie z. B. Rezepte, persönliche Ziele u. a. halte ich weiterhin in meinem großen A4 Notizbuch fest. Das mittlerweile allerdings Seitenzahlen und ein Inhaltsverzeichnis bekommen hat, was mir ungemein hilft, mich darin schneller zurechtzufinden. Ebenfalls ein Tipp, den ich vom Bullet Journal übernommen habe.

Ich werde mein neues Planungssystem für mich bis Ende dieses Jahres mal testen und dann werde ich sehen, ob das funktioniert und ich mich damit besser organisiert fühle. Möglicherweise ist mir der Aufwand zu hoch oder ich fühle mich sogar überorganisiert?! Auf jeden Fall wird mich mein Kalender weiterhin jeden Tag begleiten und ich werde sicherlich nicht auf einen digitalen Kalender oder ein digitales Bullet Journal umsteigen. Mit Stift und Papier fühle ich mich immer noch am wohlsten, auch wenn das im digitalen Zeitalter vielleicht etwas oldschoolmäßig klingt.

Wie man am besten Ordnung hält, ist letztendlich jedem selbst überlassen oder man lebt eben nach dem Motto:

Ordnung ist das halbe Leben, ich lebe in der anderen Hälfte.

Falls ihr meine Kalendervorlagen verwenden möchtet, könnt ihr sie euch gerne hier herunterladen:

pdf-Format   Kalendervorlagen_2018

Excel-Datei   Kalendervorlagen_2018

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