Ernährung & Gesundheit

Vegan for Life

Heute melde ich (Stefan) mich mal zu Wort und zwar mit einem Beitrag zur Blogparade „Was hat sich verändert, seit du Veggie wurdest?“, die Cordula auf ihrem Blog https://wiressenpflanzen.wordpress.com/ ins Leben gerufen hat. Da ich meine Ernährung bzw. meine ganze Lebensweise seit ca. 4 Jahren auf „vegan“ umgestellt habe, möchte ich diese Erfahrung gerne mit euch teilen und was bietet sich da besser an als diese Blogparade?!

Wie ich zum Veganer wurde …

Wie wohl die meisten unter euch habe auch ich früher Fleisch gegessen. Fleischgerichte sowie tierische Produkte gehörten damals ganz normal zu meinem Speiseplan. Ich habe gegessen, was mir geschmeckt hat, ohne dabei intensiver auf die Ernährung zu achten.

Erst als meine Frau das Buch von Woody Harrelson „How to go Further“ gelesen hat, war uns (erstmal meiner Frau 😉 ) klar, dass wir nicht nur unser Essen, sondern auch unsere ganze Lebenseinstellung ändern müssen. Zuerst haben wir vegetarisch gelebt, aber leider bekam ich Probleme durch die vielen Milchprodukte und wir versuchten es anschließend mit veganem Essen und sind dabei geblieben.

Wie sich die vegane Lebensweise auf meine Gesundheit auswirkt …

Nun bin ich seit rund 4 Jahren Veganer aus Überzeugung und genieße die vielen positiven Effekte, die die Umstellung mit sich gebracht hat. Ich fühle mich deutlich fitter und ausgeglichener als früher. Das mag möglicherweise nicht alleine durch die Ernährungsumstellung kommen sondern durch die Änderung der Lebenseinstellung insgesamt. Wie bereits schon oft gesagt wurde, „vegan“ ist nicht nur eine Art der Ernährung, das umfasst noch vieles mehr.

Wer jetzt denkt, ohne Fleisch wird man doch nicht satt. Das muss ich verneinen. Ich bin nach dem Essen immer satt, fühle mich aber nicht vollgefressen. Zum einen weil veganes Essen leichter ist, aber möglicherweise auch, weil man einfach bewusster isst und eher ein Maß für eine ausreichende Menge findet.

Im Gegensatz zu früher habe ich keine Probleme mit dem Körperhaushalt. Früher habe ich gerne Milch getrunken z. B. mit Kaba. Seit ich keine Milch mehr trinke, sind meine Magenprobleme (Sodbrennen) verschwunden. Ich achte zwangsläufig darauf, was für Lebensmittel mit welchen Inhaltsstoffen ich zu mir nehme und verzichte auf Produkte mit bedenklichen Inhaltsstoffen. Das Essen ist – anders als vermutlich viele denken – vielseitiger geworden. Man lernt viele neue Produkte kennen, die man vorher noch nicht auf dem Schirm hatte. Größtenteils essen ich und meine Frau Bio-Produkte, was nicht unbedingt der Fall sein muss. „Vegan“ geht theoretisch auch ohne Bio!

Als Veganer leide ich nicht unter Mangelerscheinungen entgegen dem allgemeinen Irrglauben. Meine Blutwerte sind bisher alle gut. Ich bin sogar weniger krank als früher, d. h. mein Immunsystem ist gestärkt worden.

Sonstige Veränderungen des Veganer-Seins …

Das waren die gesundheitlichen Aspekte des Veganer-Seins, jetzt möchte ich noch kurz etwas zu sonstigen Veränderungen berichten. Was wohl jeder nachvollziehen kann, ich fühle mich gegenüber anderen Lebewesen oder meiner Umwelt weniger schuldig und habe nicht ständig das Gefühl, ihnen bzw. ihr etwas Schlechtes anzutun. Nicht-Vegetarier oder Nicht-Veganer sehen das wohl als den entscheidenden Grund an. Aber das ist auch einer der wichtigsten Gründe überhaupt: Es muss kein Tier für mein Essen sterben! Hier siegt ganz einfach die Vernunft oder Überzeugung gegen den Appetit.

Insgesamt lebe ich seit der Umstellung bewusster. Ich versuche fair, nachhaltig und ethisch vertretbar zu leben. Damit beziehe ich mich jetzt nicht ausschließlich auf die Ernährung, ich meine damit vielmehr meine komplette Umwelt. Ich vermeide, so gut es geht, Plastik, kaufe größtenteils regionale und biologische Lebensmittel.

Als Veganer will man alles hinterfragen und wird viel weltoffener und versuchst die Umwelt ein bisschen lebenswerter zu machen. Auch ein gerechtes Einkaufen (Fairtrade) ist für mich wichtig. Durch die vegane Ernährung bin ich mitfühlender geworden – nicht nur Tieren, sondern auch anderen Menschen und mir selbst gegenüber.

Worauf ich besser achten sollte …

Durch meine Lebenseinstellung schieße ich bei Diskussionen eventuell etwas über das Ziel hinaus. Dabei vergesse ich oft in der eigenen Euphorie, dass ich Freunde durch die Belehrung, welche Bereicherung veganes Leben mit sich bringt, nerve oder gar verletze. Durch ständige Diskussionen um das Essen habe ich schon sehr gute Freunde vor den Kopf gestoßen, wenn sie nicht einsichtig waren und meine Einstellung nicht teilen wollten. Hier muss ich eben mehr Toleranz zeigen und meinen eigenen Weg gehen.

Mein Lieblingsrezept …

Als Veganer hat man nicht nur ein Lieblingsrezept, dafür gibt es viel zu viel was richtig lecker schmeckt. Was aber in unserer Küche überhaupt nicht fehlen darf, sind die Kochbücher von Justin P. Moore (http://www.lotusartichoke.com). Da wir sehr gerne Indisch essen, kann ich folgendes Rezept nur empfehlen (als pdf zum Download):

Mattar Panir – Nordindische Erbsen mit Tofu Panir

Mutter Paneer Tofu - North Indian - The Lotus and the Artichoke vegan cookbook

Möglicherweise überzeugt das folgendes Rezept auch Nicht-Veganer und sie schränken den Fleischkonsum dadurch etwas ein 😉

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