Selbstmanagement

Gib dem Stress keine Chance – 10 Tipps zur Stressbewältigung

Das ist heute nicht das erste Mal, dass wir über Stress schreiben (siehe auch Zeitmanagement – wozu der ganze Stress oder Gestresst – wer ist das nicht), aber das erste Mal geben wir Tipps zur Stressbewältigung. Noch nie waren so viele Personen von Burnout und stressbedingten Krankheiten betroffen. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss, gibt es ein paar einfache Methoden zum Stressabbau.

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Der leistungsorientierte Alltag frisst nahezu unsere gesamte Energie auf. Deshalb ist es wichtig, mit den Energiereserven optimal haushalten zu können und Überforderungen zu vermeiden. Wie man mit Belastungen fertig wird, kann man erlernen. Jede Stresssituation erfordert eine maßgeschneiderte Methode, um mit ihr fertig zu werden. Diese Methoden sind individuell. Dabei ist zu unterscheiden zwischen langfristiger Stressbewältigung und kurzfristiger Erleichterung. Für eine langfristige Stressbewältigung braucht man problemorientierte Methoden bzw. ein systematisches Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten, die dem Stress entgegenwirken.

Wir hingegen wollen uns eher der kurzfristigen Erleichterung widmen. Wenn man regelmäßig für kurzfristige Erleichterung sorgt, bekämpft man den langfristigen Stress von vornherein. Dabei geht man die Auswirkungen bereits auftretender Stressreaktionen direkt an und versucht Eskalationen zu vermeiden.

  1. Positives Denken: In jeder noch so prekären Situation den positiven Aspekt sehen. Immer gelassen und flexibel bleiben, auch wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht. Manchmal sorgt man selbst dafür, dass sich schlimme Prophezeiungen erfüllen. Wenn man Schlimmes erwartet, tritt oft auch Schlimmes ein.
  2. Größere Aufgaben in kleinere zerlegen: So erscheint der Berg, den es zu erledigen gilt, nicht so groß. Teilaufgaben lassen sich Step-by-step abarbeiten und jedes erledigte Teilziel schafft ein Erfolgsgefühl. Dabei immer nur eine Sache auf einmal machen. Zu glauben, dass man mehr schafft, wenn man alles gleichzeitig macht, ist ein Irrglaube.
  3. Realistische Ziele stecken und keine Zeit an unnötige Dinge verschwenden: Wenn das Ziel von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, führt das nur zu Frust und Ärger.
  4. Gute und gesunde Ernährung: Essen macht bekanntlich glücklich! Außerdem ist kochen die perfekte Beschäftigung zum Stressabbau, da bspw. Gemüse schneiden eine beruhigende Wirkung hat. Empfehlenswerte Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Bananen, Brokkoli, Trockenobst, Milchprodukte, Nüsse und Eier. Zucker und Koffein sollten minimiert werden, da dadurch die Leistung des Gehirns nur kurzfristig angeregt wird.
  5. Ausreichend schlafen: Wer nicht genügend schläft, ist stressanfälliger. Es fehlt eine angemessene Regenerationsphase. Schlafmangel führt zudem zur Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Allerdings braucht nicht jeder Mensch mindestens 7 bis 8 Stunden Schlaf. Man muss dem Körper nicht mehr Schlaf aufzwingen, als er benötigt.
  6. Sport treiben: Der Mensch ist ein „Bewegungstier“. Wie wir gelernt haben, sorgt Sport für die Ausschüttung von Glückshormonen und dient als Stresskiller (siehe Sport macht glücklich). Dazu zählen auch Tanzen oder Yoga. Ein durchtrainierter Körper ist förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden.
  7. Lachen: Das entspannt sofort, setzt Serotonin frei und wirkt sich somit positiv auf unser seelisches und körperliches Befinden aus.
  8. Urlaubsbilder anschauen: Somit kann man ein Stück weit die Urlaubsstimmung zurückholen, indem man sich an die jeweilige Situation erinnert.
  9. Zeit für sich selbst nehmen: Wichtig ist, dabei das Pflichtbewusstsein auszuschalten und auf Smartphone & Co verzichten. Zum Beispiel mit einer Tasse Tee aufs Sofa setzen und einfach mal das Nichtstun genießen.
  10. Mentales sowie autogenes Training, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung: Diese Methoden lassen sich nicht in drei Sätzen beschreiben, sondern haben einen eigenen Artikel verdient. Ich selbst habe damit bisher nur wenig Erfahrung gesammelt. Aber ich denke, es lohnt sich, das mal auszuprobieren.

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Ich hoffe, ihr seid noch nicht so gestresst, dass das alles schon zu spät ist und dass euch der ein oder andere Tipp helfen kann, so manche Stresssituation zu meistern.

Wichtig ist, dass ihr euch immer wieder Zeit für euch selbst nehmt und dabei ganz allein euren Gedanken nachgehen könnt. Wie viel von diesen Auszeiten ihr benötigt und wann ihr euch diese Auszeiten nehmt, müsst ihr für euch persönlich herausfinden. Dafür gibt es kein Patentrezept.

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.

(Ernst Ferstl)

3 Gedanken zu „Gib dem Stress keine Chance – 10 Tipps zur Stressbewältigung“

  1. Ein super Artikel, mit tollen Tipps!
    Eine Kleinigkeit finde ich aber sehr schade.
    Wieso soll man seine Ziele drosseln?
    Klar kann es frustrierend sein, aber erreicht man nicht mehr, wenn die Ziele höher sind?
    Der Weg ist das Ziel. Wenn man danach handelt, kann einen auch nichts mehr runter ziehen.
    Handelt man nicht danach, hat man immer wieder Probleme, weil man sich in einer negativ Spirale befindet.
    Hat man für sich klar , wo man hin will, kann einem der Rest doch am Poppes vorbei gehen.
    Und Stress, den macht man sich selber, eben genau damit. Aber auch, wenn man sich selber auf ein Minimum reduziert. Denn das ist nicht das, was wir eigentlich wollen.
    Wir wollen unser Ziel.
    Wir müssen nur lernen anders mit „Misserfolg“; Stress und dergleichen umzugehen. Können wir das nicht, werden sich andere Probleme auftun.
    Ansonsten wirklich super Ideen und vom Prinzip her auch nicht schlecht gedacht!
    Liebe Grüße Miss Somebody

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    1. Danke schön für das Kompliment 😊. Tja, der Punkt mit den Zielen. Vielleicht muss man da einen Kompromiss für sich selbst finden. Auf jeden Fall sollten Ziele realistisch bleiben und man sollte sich von seinen eigenen Zielen nicht zu sehr unter Druck setzen lassen. Möglicherweise nicht das Ziel an sich ändern sondern den Weg dorthin bspw. dadurch, dass man sich ein bisschen mehr Zeit gibt. Aber natürlich nicht die Ziele auf ein Minimum zurückschrauben. Das macht auf Dauer auch nicht glücklich.
      LG Kerstin

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