Selbstmanagement

Sind wir nicht alle ein bisschen Messie?

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Um diese Frage zu klären, müssen wir erst einmal klarstellen, was man unter einem „Messie“ (vom Englischen „mess“ = Unordnung) versteht. Ein Messie schafft es nicht, die eigene Wohnung ordentlich zu halten. Ein Messie sammelt alle mehr oder weniger wertlosen Gegenstände wie zum Beispiel Zeitschriften, Lebensmittel, Geschirr, Kleidung, Verpackungsmaterial u.v.m. und kann sich von nichts trennen. Dieses zwanghafte Horten endet meist im Chaos bis weite Teile der eigenen Wohnung nicht mehr begehbar sind. Allerdings sammelt nur eine kleine Minderheit der Messies Abfälle oder Essensreste und lebt im Schmutz mit Ungeziefer. Das sind eher die Bilder, die man aus dem Fernsehen kennt. Vor Schamgefühl lassen Messies verständlicherweise niemanden gerne in die Wohnung.

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Die Schätzung der in Deutschland lebenden Messies reicht von 1,8 bis zu 2,5 Mio. Menschen. Die Dunkelziffer dürfte sogar noch beträchtlich höher sein. Nicht jeder Messie sucht sich Hilfe bei einer Beratungsstelle, viele leben über Jahrzehnte im Verborgenen.

Das Messie-Sein hat meist eine psychische Störung als Ursache, wobei diese sehr unterschiedlich und individuell sein kann. Ohne Therapie nimmt die Schwere mit dem Alter zu und kann im schlimmsten Fall katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

So, jetzt wissen wir, was ein Messie ist. Ich denke, wenn wir nicht gerade Ordnungsfanatiker sind, was auch krankhaft sein kann, steckt in jedem von uns ein kleiner Messie. Wer räumt schon gerne auf? Ich denke, das kostet fast jeden von euch Überwindung, oder nicht?! Das macht aber nichts, weil es dafür ein paar Tipps und Tricks gibt, die schnell auf einfache Weise mehr Ordnung in euer Leben bringen:

  1. Alles hat seinen Platz und sollte nach der Benutzung wieder an seinen Platz zurückkehren.
  2. Fixe Zeiten zum Aufräumen festlegen. Oft genügen schon 10 min, aber nur wenn man sich regelmäßig daran hält.
  3. Weg mit Dingen, die man ohnehin nie benötigt. Was ein Jahr oder länger nicht in Gebrauch war, wird aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht benötigt.
  4. Checklisten verwenden; da wären wir wieder beim Artikel Zeitmanagement gelandet.
  5. Dinge rechtzeitig und sofort erledigen, das nimmt unnötigen Druck und man kann die Aufgabe von seiner To-do-Liste streichen.
  6. Sich eine kleine Belohnung nach dem Aufräumen gönnen. Aber nicht mehr belohnen als aufräumen 😉
  7. Um mal wieder so richtig Grundordnung im Haushalt zu schaffen, eignet sich der Herbst ganz gut, wenn es draußen wieder ungemütlicher wird. Da hat man eher die Motivation dafür, sich innerhalb der vier Wände beim Aufräumen auszutoben.
  8. Sich nie das große Ganze auf einmal vornehmen, sondern mit kleinen Einheiten wie z. B. dem Kleiderschrank, dem Schreibtisch oder der Küche anfangen.
  9. Kleine Dinge am besten in Kisten verstauen.
  10. Hilft das alles nicht, dann ist ein Umzug die einzige Lösung. Spätestens beim Umzug wird zwangsläufig entrümpelt und Ordnung geschafft. (Das mit dem Umzug war natürlich nicht ernst gemeint 😉 , stimmt aber trotzdem … meistens jedenfalls)

Diese Tipps sind selbstverständlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Sie haben sich aber schon über einen längeren Zeitraum bewährt, das sieht man u. a. daran, dass bereits viele andere Blogger darüber berichtet haben wie z. B. Cordula in „Ordnung halten leicht gemacht“. Eine weitere tolle Internetseite zum Thema Aufräumen und Ordnung mit vielen weiteren hilfreichen Tipps ist www.simplify.de.

Herrscht bei euch allerdings nicht mehr das „normale“ Chaos wie bei vielen, sondern das Chaos beherrscht euer Leben und ihr nicht mehr euer Chaos. Dann ist es höchste Zeit, sich vielleicht doch mal darüber Gedanken zu machen, ob man sich nicht in Beratung begibt und professionelle Hilfe hinzuholt. Spätestens dann ist das Thema sehr ernst zu nehmen, weil ihr nämlich tatsächlich zum Messie-Sein – wie oben beschrieben – tendiert. Was bedeutet, dass das Chaos von alleine leider nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.

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