Stories of my life

Grillen nicht ganz so WILD?!

Da bald die neue Grillsaison beginnt, haben wir gedacht, geben wir mal eine lustige Story zum Thema Grillen aus dem letzten Jahr zum Besten. Die Namen der beteiligten Personen, außer uns selbst, haben wir natürlich aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert.

Es war an einem Samstagabend im Juni …

… liebe Fußballfans, was gibt es besseres als ein Champions League Finale, ein kühles Bier und dabei mit guten Freunden grillen? Eigentlich nichts … eigentlich!

Es war also dieser Samstag im Juni, an dem die „Königlichen“ aus Madrid gegen die „Alte Dame“ aus Turin antraten. Alles bestens vorbereitet für ein Fußballfest, dachte ich (Kerstin). Aber wie so oft, war Michael mal wieder für eine Überraschung gut, leider war die Überraschung aber nicht gut 😦

Vielleicht sollte ich besser mit der Vorgeschichte zu diesem Fußballabend beginnen: Es war geplant, einen unkomplizierten Abend ohne großen Aufwand in guter Gesellschaft zu verbringen. Nur darf man für einen unkomplizierten Abend keine komplizierten Gäste einladen. Aber danach ist man für gewöhnlich immer schlauer. Jedenfalls liefen die Vorbereitungen über eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe. Jeder nannte spontan, was er zum Grillen mitbringen würde. OK, fast jeder: Michael hatte irgendwie den Sinn der Gruppe nicht verstanden und feierte über die Gruppe die Meisterschaft der Rhein-Neckar-Löwen! Hm? Das verwunderte jetzt keinen so richtig von uns, schließlich kennen wir ihn ja 😉

Bei der nächsten Gelegenheit habe ich Michael also nochmal persönlich darauf angesprochen und gefragt, an welches Mitbringsel er denn so denkt. 5 Minuten um den heißen Brei herum geredet, noch dreimal im Kreis gedreht, dann endlich konnte sich Michael dazu entscheiden, Wildwürste vom selbst erlegtem Tier und Radler mitzubringen. Den guten Tropfen Wein musste ich ihm ausreden. Schließlich soll jeder fahrtüchtig bleiben, ich will ja keinen für das ganze Wochenende beherbergen.

Alles war geregelt, alle waren optimistisch und voller Vorfreude. Die Wettervorhersage war zwar nicht so vielversprechend, aber was soll’s. Wir lassen uns den Abend doch vom Wetter nicht verderben. Das Wetter war am Ende nicht schuld, so viel kann ich vorab verraten. Ich habe Marco und Stefan eine halbe Stunde früher einbestellt, damit wir den Grill schon mal aufbauen. Ich fleißig gewesen und vorher alles sauber gemacht, Küche blitzeblank geputzt, Salat vorbereitet – bestens gerüstet also. Marco und Stefan standen mit mir zusammen auf der Terrasse, der Grill war aufgebaut und die Kohlen zum Glühen gebracht, als Michael mit Sack und Pack um die Ecke kam. Man hätte meinen können, wir machen einen Campingausflug übers Wochenende. Sowas wie eine Klingel – überflüssig! Schließlich nehme ich auch immer den Hintereingang, wenn ich irgendwo zu Besuch bin 😉

Ich denke noch so bei mir, was ist denn in dieser riesigen Kühltasche drin??? Kurz darauf sollten wir es alle erfahren: ein 2 kg Pack gefrorenes Wildhackfleisch inklusive Eiern, Zwiebeln usw. Michael wollte sich schon in der Küche ausbreiten und an die Arbeit machen, Fleisch auftauen, würzen, Burger Patties formen, was auch immer … Wir hatten alle Mühe ihn auszubremsen. Die Laune war gesunken, nichts war mehr unkompliziert; die ganze Planung zum in die Tonne kloppen. Es war ihm ja zugute zu halten, dass wir das Wild nicht noch schlachten mussten. Ein, zwei Steaks vom Metzger und ein Paar Würste dazu, hätten’s auch getan.

Nachdem schließlich kein Hackfleisch aufgetaut (hätte sich ja nur um Stunden handeln können) und zu Frikadellen verarbeitet wurde, brauchten wir einen Plan B zwecks Essen. Vorausschauend wie ich bin, habe ich glücklicherweise ein Steak als Reserve einkalkuliert. Mein Hunger war ohnehin kaum noch vorhanden. Als Michael schließlich anfing, die Tischsets aus dem Esszimmer einzusammeln, nach draußen zu bringen und die ganze Küche auf der Suche nach Besteck auf den Kopf stellte. Spätestens da war der Abend zumindest für mich gelaufen. Ich brodelte innerlich wie ein Vulkan und war kurz davor auszubrechen. Da wusste ich aber noch nicht, dass Michael dabei war, den Vogel komplett abzuschießen.

night.jpg

Er hat mir nicht nur mein Steak, Marco die Wurst und den letzten Rest Salat weggegessen, sondern hat sich auch noch auf der Couch breit gemacht und die Beine hochgelegt. So dass wir uns zu dritt auf dem übrig gebliebenen Drittel der Couch zusammenkuscheln durften. Außerdem hat Michael wohl nicht bemerkt, dass er sich im Juve-Fanblock befindet und sich permanent Ärger einhandelte, während er munter Toni Kroos anfeuerte. Die 2. Halbzeit war dann Ruhe … na ja, nicht ganz. Die Couch war wohl so gemütlich, dass man dort einschlafen und vor sich hin schnarchen konnte.

Letztendlich war ich froh, als der Abend vorüber, alle zu Hause und ich erlöst war.

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