Dies und das

Facebook, Twitter & Co

– wer braucht denn jetzt auch noch Vero

Einer der größten Zeitfresser ist sicherlich die Nutzung von sozialen Netzwerken. Was genau versteht man unter einem sozialem Netzwerk, wie wird es definiert? Wikipedia bspw. schreibt dazu:

Ein soziales Netzwerk ist ein Online-Dienst, der eine Online-Community beherbergt. Benutzer können über soziale Netzwerke miteinander kommunizieren und teilweise im virtuellen Raum interagieren. Auf der technischen Grundlage eines sozialen Mediums (Social Media), das als Plattform zum wechselseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Informationen eingesetzt wird, ergibt sich ein abgrenzbares soziales Netzwerk von Nutzern mit von ihnen erzeugten Inhalten.“

Bei manchen unserer lieben Mitbürger könnte man den Eindruck gewinnen, sie können gar nicht mehr „normal“ miteinander kommunizieren, es wird sich nur noch über Social Networks ausgetauscht. Deshalb frage ich mich, braucht der Mensch neben Facebook, Twitter und Co noch ein weiteres soziales Netzwerk?

Nehmen wir den neuen Alleskönner Vero mal unter die Lupe. Eigentlich ist die App Vero gar nicht neu. Sie wurde bereits 2015 von einem Unternehmen des libanesischen Milliardärs Ayman Hariri entwickelt. Nichtsdestotrotz hat sich in jüngster Zeit ein riesen Hype um diese App entwickelt. Aber was genau hat diesen Hype ausgelöst? Manche vermuten, dass sogenannte Influencer dafür bezahlt wurden, für Vero zu werben. Hinzu kommt, dass man das Gefühl bekommt, etwas zu verpassen, wenn man diese App nicht ausprobiert. Die Kombination aus beidem hat schließlich dazu geführt, dass Vero aktuell ganz oben in den Charts im Apple App Store bzw. Google Play Store steht.

Was kann Vero überhaupt im Vergleich zur Konkurrenz? Vero verbindet Komponenten aus Instagram und Facebook miteinander und ist im Prinzip auch nichts anderes als eine simple Plattform, um Bilder, Aktivitäten und Links zu teilen. Vero steht für „True Social“ und will Details aus dem Leben seiner User noch realitätsnaher wiedergeben. Mehr Social Life weniger Social Media. Die Beiträge werden dabei in chronologischer Reihenfolge im Feed auf unbeschränkte Zeit angezeigt, anders als bei Twitter und Instagram.

Die erste Million der User erhalten Vero gebührenfrei, für alle späteren Mitglieder fallen Gebühren an, in welcher Höhe ist noch fraglich. Dafür verspricht Vero allerdings werbefrei zu sein. Da sich derzeit alle erhoffen unter der ersten Million zu sein, ist die App aufgrund des großen Andrangs total überlastet, was – wie nicht anders zu erwarten – zu technischen Problemen führt.

Was ich persönlich gar nicht gut finde, und viele werden diese Meinung teilen, ist, dass bei der Anmeldung die Angabe der Telefonnummer notwendig ist. Aber die Mehrheit schreckt wohl auch davor nicht zurück. Nach dem Anmelden wird die Kontaktliste des Smartphones durchsucht, um so weitere Anwender ausfindig zu machen. Man entscheidet selbst, welche Kontakte man engen Freunden, Bekannten oder Followern zuordnet. Neben Bildern und Videos lassen sich auch Musik, Links, Orte uvm. posten.

Es bleibt abzuwarten, ob sich Vero tatsächlich gegenüber seinen mächtigen Mitstreitern auf Dauer durchsetzen kann. Bereits jetzt wollen viele Vero-User das soziale Netzwerk aufgrund der technischen Probleme und anderer Zweifel (wie z.B. an der Nachhaltigkeit oder umstrittene Anmeldeprozedur) wieder verlassen. Es kann also gut sein, dass Vero ebenso schnell verschwindet, wie es gehyped wurde.

Ich selbst habe keinen weiteren Bedarf an einem solchen Zeitfresser. Für mich sind Facebook als soziales Netzwerk und Whatsapp als Messenger vollkommen ausreichend. Meine Meinung ist, man sollte sich nicht ganz den sozialen Netzwerken verschließen, aber genauso wenig sollte man sich davon abhängig machen.

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