Sport

Selbstdisziplin im Sport

– wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Es gibt Menschen, die stehen regelmäßig morgens um 5 Uhr auf, um vor dem arbeiten gehen noch Sport zu treiben. Sie ernähren sich gesund, rauchen und trinken nicht. Ich rede hier bestimmt nicht von mir, aber auch mir ist klar, dass es ohne Selbstdisziplin keinen Blumentopf zu gewinnen gibt. Wer im Leben etwas erreichen will, braucht Disziplin. Das Schöne daran ist, Disziplin ist nicht angeboren, d.h. dass wirklich jeder daran arbeiten muss. Kurz gesagt, wir trainieren beim Sport nicht nur unseren Körper sondern auch die Disziplin, also unser Gehirn.

Ganz undiszipliniert ist wohl keiner von uns. Die meisten gehen entweder jeden Morgen zur Arbeit oder zur Schule, duschen regelmäßig, räumen ab und zu auf etc. Auch dafür braucht man Disziplin. Warum tun wir diese Dinge?

Selbstdisziplin2

Entweder weil wir sie gewohnt sind, weil sie notwendig sind oder weil sie vielleicht sogar Spaß machen. Wo ordnen wir da den Sport ein? Am allerbesten wäre es, wenn Sport treiben Spaß macht, dann kostet es keine Überwindung. Das wird anfangs vermutlich nicht der Fall sein, dafür sorgt spätestens der Muskelkater am nächsten Tag. Außerdem würden wir uns bereits regelmäßig sportlich betätigen, wenn wir Spaß dabei hätten. Zur Notwendigkeit wird Sport dann, wenn wir z.B. Abnehmen wollen. Dann haben wir ein klar definiertes Ziel vor Augen. Wenn Sport zur Gewohnheit wird und letzten Endes auch noch Spaß macht, dann haben wir gewonnen.

Was wir auf keinen Fall tun sollten, gleich am Anfang die Ziele zu hoch stecken. Denn somit ist Scheitern vorprogrammiert. Wenn ich mit Joggen anfangen möchte, nehme ich mir nicht gleich die Marathondistanz vor. Also kleine Brötchen backen! Für viele ist es schon ein Fortschritt, überhaupt die Turnschuhe zu schnüren und vor die Tür zu gehen. Zu dieser Kategorie zähle ich zeitweise selbst. Trotzdem ist es wichtig, sich ein realistisches Ziel zu stecken und immer vor Augen zu haben, warum ich etwas tue, zum Abnehmen beispielsweise.

Außerdem muss man für sich selbst einen geeigneten Tageszeitpunkt finden, an welchem man sich besonders energiegeladen fühlt und welchen man mit einer gewissen Regelmäßigkeit einhalten kann. Das sollte jeder für sich individuell entscheiden bzw. durch ausprobieren herausfinden. Durch die Regelmäßigkeit wird es irgendwann zur Gewohnheit und fällt uns somit leichter. Aber auch hier ist Bescheidenheit gefragt. Setzt man sich die Intervalle zu kurz, weil man in kürzester Zeit größtmöglichen Erfolg sehen möchte, so wird der Schuss nach hinten losgehen. Gleich zu Beginn das Ziel zu haben, täglich Sport zu treiben, wird ziemlich schnell zur Belastung und man gibt höchstwahrscheinlich auf.

Am einfachsten ist es, sich dem Gruppenzwang zu unterwerfen. Damit meine ich, man verabredet sich mit anderen Gleichgesinnten zum Sport. Dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass tatsächlich was getan wird. Zudem macht Sport in der Gruppe meistens mehr Spaß als alleine, man kann sich gegenseitig pushen und sich dabei noch den neuesten Klatsch erzählen.

War man fleißig und hat das erste gesteckte Etappenziel erreicht, so darf man sich ruhig mal belohnen. Am besten bei einer Shoppingtour neue Sportklamotten kaufen, so dass wieder ein Grund und neue Motivation für die nächste Etappe vorhanden ist. Es ist auch wichtig, Pausen im Trainingsrhythmus einlegen, nicht gleich übertreiben und nicht überehrgeizig sein. Aber das hatten wir ja schon, Stichwort vernünftige realistische Ziele stecken.

Und immer daran denken, bei all der Motivation und dem Ehrgeiz, den man zu Beginn hat: Kein Mensch ist perfekt, dass heißt jeder darf auch ausnahmsweise mal faul und nachlässig sein, wenn es einem z.B. nicht so gut geht. Aber das muss eine Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden!

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